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Niemanden ausgrenzen, sich gegenseitig achten!Nach dem blutigen Amoklauf eines 17-jährigen Jugendlichen in Winnenden (Baden-Württemberg) ist die Betroffenheit weiterhin groß. Inzwischen hat auch Papst Benedikt XVI. den Angehörigen der Opfer Trost gespendet. Viele Menschen fragen sich: Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Was war das für ein Junge, der nach außen hin als ruhig und freundlich galt, über den mittlerweile jedoch bekannt wurde, dass er unter Einsamkeit und Depressionen litt. Nach außen hin wirkte die Fassade heile. Die Eltern wohlhabend, der Sohn stets freundlich. Von seinen Eltern soll er alles bekommen haben, was er sich wünschte. Ja, sie hätten ihm alles gekauft. Bis auf eines: Freunde. Denn die gibt es nicht für Geld. Der Junge habe selber versucht, durch Umherwerfen von Geld an Freunde zu kommen und dabei negative Erfahrungen gemacht, heißt es aus Schülerkreisen. Niemand habe ihn anerkannt. Nicht einmal das Mädchen, in das er verliebt war, habe sich für ihn interessiert. Zuletzt habe er sich immer stärker zurückgezogen, habe er stundenlang vor seinem Computer gesessen und gespielt. Unter anderem befand sich „Counterstrike“ auf seinem Rechner. Eine andere Sache, die ihn interessierte, waren Waffen. Sein Vater ist Mitglied im Schützenverein, er habe ihn mehrfach dorthin mitgenommen. Hier konnte der Junge seiner Leidenschaft, dem Schießen, nachgehen. Mit einer Waffe seines Vaters tötete er nun 15 Menschen und sich selbst: Es ist Mittwochmorgen, der 17-Jährige verlässt sein Elternhaus wie an jedem anderen Tag. Niemand ahnt, was der Junge vorhat, dass er gleich ein Blutbad anrichten wird. Wie brüchig die nach außen so heil wirkende Fassade gewesen sein muss, wird erst nach und nach klar: Inzwischen wissen alle, dass der Junge unter Depressionen litt. Er sei mehrfach in Behandlung gewesen – ein Fakt, der offensichtlich nicht nach außen dringen durfte. Angeblich habe nicht einmal seine Schwester davon gewusst. Liebe [tru:]janer, der Fall macht deutlich, wie wichtig es ist, auf andere Menschen zu achten. Achtet auf eure Mitmenschen und wenn ihr das Gefühl bekommt, jemand habe Probleme, dann sprecht darüber. Redet mit dem Betroffenen, bittet gegebenenfalls Personen eures Vertrauens um Rat. Sucht nach Wegen, wie ihr helfen könnt! Lutz Neumeier, Pfarrer an der Evangelischen Marienstiftskirche in Lich (Landkreis Gießen), hat während einer Gedenkfeier anlässlich des Amoklaufs in Winnenden ähnliche Worte formuliert: Jugendliche müssten mehr aufeinander achten, dürften niemanden ausgrenzen, geschweige denn zum Opfer machen. Mittlerweile hat auch Papst Benedikt XVI. der Opfer gedacht. Er bitte den Herrn um Beistand und Hilfe für ihre Angehörigen und Freunde sowie für die gesamte Schulgemeinschaft der Albertville-Realschule, heißt es in einem Schreiben von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone an die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Weiter steht in dem Schreiben: „Der allmächtige Gott schenke allen Trauernden in diesen Stunden tiefen Schmerzes Kraft und Trost aus dem Glauben.“
Liebe [tru:]janer, lasst uns weiterhin für die Betroffenen des Amoklaufs beten: Herr, spende allen Trost, die den Tod eines lieben Menschen zu beklagen haben. Sei bei den Trauernden. Und sei bei den Verstorbenen. Lass die Trauernden wissen: „Wir glauben doch, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Ebenso gewiss wird Gott auch die Verstorbenen durch Jesus und mit ihm zusammen zum ewigen Leben führen.“ (1.Thessalonicher 4,14) Das möge sie trösten. Und ihnen über den Schmerz hinweghelfen. Amen.
Ihr könnt eure Beileidsbekundungen, Gedanken, Gefühle und Gebete weiterhin ins Forum >> schreiben. Außerdem könnt ihr im Forum darüber diskutieren, wie ihr über Waffen in Privathaushalten und über Ballerspiele am Computer denkt. Sind sie Schuld bzw. Mitschuld daran, dass Menschen Amokläufe begehen? Auch wenn niemand von uns und euch hier eine verbindliche Aussage machen kann, ihr könnt zumindest eure Meinung kundtun, so dass sich daraus am Ende ein Stimmungsbild entwickelt. Klickt hier >>
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