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Marzia auf dem Gospelkirchentag:

“Thank god, I’m a V.I.G.C. (very important god’s child)” –

oder Kirk sagte: “She’s a special friend of mine!”


Hi ihr [tru:]janer,  

ich hatte ein so abgefahrenes Wochenende, dass ich euch unbedingt mitteilen möchte, was COOLES passiert ist: Wir sind am Freitagnachmittag zum Gospelkirchentag nach Hannover gefahren, um dort zwei Folgen von "Jericho Hammerbrook 2.0" zu drehen. Das, worauf ich mich am meisten gefreut habe, wurde dabei bei weitem übertroffen!!!!

Geplant war ein Eins-zu-eins-Interview mit Kirk Franklin, DEM Gospel-Idol aus Amerika zu kriegen. Ich liebe seine Musik, wir singen selbst im Chor drei Lieder von ihm und ich war sooo gespannt darauf, ihn einmal mal live zu sehen und zu erleben.
Und tatsächlich: Wir hatten das große Glück, ihn zu kriegen, und ich war SO aufgeregt! (Nebenbei bemerkt: Er ist wirklich klein… ein Kopf kleiner als ich ;o)

Das Interview lief ziemlich easy, ich hab gleich am Anfang gesagt, dass ich total nervös bin, da ich ein großer Fan seiner Musik sei. Er fühlte sich geschmeichelt und war sooo lieb, bedankte sich mit ’nem schüchternen Lächeln dafür.
 
Was ich gar nicht erwartet hatte: Wir hatten sogar mehr als zehn Minuten Zeit, ihn auszuquetschen, was natürlich genial war, denn so konnte ich ihm alle wichtigen Fragen stellen, die ich auf’m Zettel hatte.
 
Mitten im Interview fiel mir auf einmal ein, dass wir total vergessen hatten, die Hammerbrook-Gummistiefel mit aus dem Auto zu nehmen. Das ging ja GAR nicht… Kirk Franklin im Interview und KEIN Autogramm auf den Stiefeln?! NOPE!

Ich überlegte, wie ich geschickt darauf aufmerksam machen konnte. Ich nutzte schließlich einen Moment, kurz nachdem ich ihm ’ne Frage gestellt hatte. Da schaute ich Maren, unsere Praktikantin, an und flüsterte „die Gummistiefel“ zu flüstern. (Solltet ihr das Interview in der einen Special-Gospelkirchentagsfolge sehen, wisst ihr jetzt, was ich im „on“ da flüster’ ;o).

Nach dem Interview waren die Gummistiefel geholt und Kirk freute sich darauf, unterschreiben zu können. Dann nahm er mich in den Arm und knuddelte mich – WHOW!? Ich glaube, ich wasche mich NIE wieder!

Kirk wollte natürlich auch wissen, ob wir abends zu seinem Konzert da wären, ich sagte ihm, dass ich mich seit Monaten darauf freuen würde, also selbstverständlich: JA! Er antwortete mit „Ok, then see u later!“

Die restliche Arbeit, die wir noch auf dem Plan hatten, verlief mit doppelt so viel guter Laune und halb so viel Mühe: Wir schauten noch in drei Workshops rein (werdet ihr auch in den Folgen sehen), interviewten Sarah Kaiser, schauten kurz bei Hanjo Gäblers „Gospel-Piano für Fortgeschrittene“-Workshop vorbei und landeten zum Schluss wieder an der AWD Hall, wo gleich das große Konzert stattfinden würde.

Im Backstage-Bereich angekommen, zwischen all den Bekannten wie Dieter Falk, David Thomas (den wir auch noch vor der Kamera hatten), Hanjo Gäbler und Danyelle Vanes (die Frau von Sebastian Cuthbert) warteten wir gespannt auf das Konzert.

Dann ging’s los. Die Voracts, Praise Unit aus dem schwedischen Örebro und David Thomas sorgten schon mal für ein richtig gutes Stimmungs-Warm-Up, und Bettina, noch eine Praktikantin von uns, die mit Redakteur Stephan ’ne Berichterstattung über den Gospelkirchentag machte (ihr werdet sie also auch sehen!) und ich guckten uns das Ganze vorn neben der Bühne an.  

Und dann war’s endlich soweit: Kirk kam mit seiner Crew aus dem Tourbus und stand im Bühnenvorraum, wo ihm gleich einige Leute die Hand schüttelten.
Er schaute sich um, sah mich (die grad’ Dieter Falk belaberte, er solle doch dringend mal zu mir auf’s Sofa als Gast kommen) - und winkte lächelnd!

Die Crew ging zum Bühnenaufgang neben der Bühne und wartete. Bettina und ich wollten wieder nach vorn, wo wir vorher standen. Doch diesmal kam gleich ein Security-Mensch auf und zu und schob uns nach hinten: „Nein, ihr dürft hier nicht stehen, tut mir leid!“ Ich fragte: „Warum denn nicht, hä?!“- „Strikte Anweisung, während des Konzerts darf niemand neben der Bühne stehen, der nicht zwei orange Punkte auf seinem Schild hat und somit ein VIP VIP ist! Sorry!“

Ich war außer mir! Sollte das alles umsonst gewesen sein?! Das kann doch jetzt nicht..?! Der Tag war SO gut bisher, warum das jetzt?!

Ich fragte, wie wir dann bitte das Konzert gucken sollen, er meinte: außen rum gehen und hinten in die Halle stellen, zur Masse.
 
„Na toll!“ dachte ich, „es MUSS einen Weg geben, hier zu bleiben!“ Ich sagte zu Bettina, dass ich Kirks Bodyguard einfach mal anlaber’, mit dem hatte ich mich nämlich nach dem Interview noch sehr nett unterhalten! Bettina guckte mich fragend an, als wollte sie sagen „Meinste, das bringt was?“ Egal, ich hab’s getan, ging hin zu ihm und fragte „’scuse me, aren’t we alllowed to stand up here in front????“ Er drehte sich um und schaute suchend in der Gegend rum während er die Schultern zuckte.

In diesem Moment sah Kirk mich, der direkt vor ihm stand. Er zeigte auf mich und sagte zu dem Security-Menschen, der da stand: „Hey, let her through! She’s a special friend of mine!!!“

WHOW!? ALTER!? WAS war DAS?! Hatte er das grad’ WIRKLICH gesagt?! Ja, hatte er!
 
Also sind Bettina und ich wieder nach vorn und haben dem Security-Mann dort, der uns schon extrem genervt ansah, weil er uns ja erst vor einer Minute weggeschickt hatte, gesagt, dass „der Chef“ gesagt habe, wir dürfen das! „Frag ihn!“ sagte ich zum Security-Mann und zeigte auf die Bühne, wo Kirk gerade mit tosendem Applaus draufstürmte!

Er schüttelte verständnislos den Kopf und drehte sich um.
Geschafft! Wir konnten das komplette Konzert von vorn, gemütlich am Rand, wild dancend miterleben!

Es war der absolute Hammer! Wirklich! Der Mann lebt, tanzt, singt und rappt für Gott! Jeden Applaus hat er nach oben geschickt, zum Herrn!

Aber als ob das noch nicht ALLES war, kam noch ein dickes Sahnehäubchen obendrauf: Am Ende des Konzertes, als die Stimmung absolut großartig war, und Kirk schon die letzte Zugabe gab, tanzte er auf der Bühne in meine Richtung, schaute mich an und winkte auf einmal wild, so nach dem Motto „Los, komm her zu mir!“ ich sah mich ungläubig um, er konnte doch nicht mich meinen?!

Doch, er meinte mich!! Er winkte weiter und deutete an, ich solle zum Bühneneingang rauf zu ihm kommen. Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen, ich bin da also hin und rauf auf die Bühne! Derweil winkte und holte er weiter Leute aus dem Publikum zu sich nach oben, so dass wir zum Schluss mit zirka 15 Leuten aus dem Publikum Party auf der Bühne MIT Kirk machten!

Unglaublich, oder?!

Den Rest des Abends bin ich geschwebt, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, mannomann!? Ein unglaublicher Tag, wirklich! Ich werde das niemals vergessen!!!

Wenn ihr neugierig seid und ein paar Sachen davon sehen wollt, dann schaut euch die beiden Sondersendungen „Jericho Hammerbrook“ vom Gospelkirchentag an. Oder das Konzert, das [tru:] aufgezeichnet hat, dann könnt ihr vielleicht ein Stück weit nachvollziehen, wie ich mich fühlte…!

„wir sehen uns im Chat – oder auf der Flimmerkiste!

*blessinx*
Marzia

Am 3.10 wird die JH 2.0 Spezialfolge (1) vom Gospeltag um 16 Uhr laufen.
Die Spezialfolge (2) läuft am 8.10 um 16 Uhr

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