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Fairhavens


Fairhavens ist keine Band. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Songwriter, ein Komponist, ein Geschichtenerzähler – Timo Zwarg. Er kennt den Unterschied zwischen g moll und B-Dur, kann mit drum sticks umgehen, Akkorde auf der Gitarre greifen,  beim Klavier die richtigen Tasten drücken und auf der Mundharmonika ein- und ausatmen.


Warum machst du Musik?

Ich mache Musik, weil es ein Weg ist meine Gedanken und Gefühle auszudrücken. Schon als Kind habe ich davon geträumt, Lieder zu schreiben und als ich mit 15 Jahren meine erste Gitarrengriffe gelernt hatte, kamen die Texte und Melodien wie von selbst. Ich wünsche mir, dass meine Musik eine Art Soundtrack für das Leben anderer werden kann. Mein erstes Album „Be constructive with your blues“ liegt nun fertig in der Schublade und wartet nur noch darauf, gepresst zu werden.


Woher kommen die Ideen für deine Texte und Melodien?

Ich kann nicht wirklich sagen, woher sie kommen - vermutlich aus meinem Unterbewusstsein. Alles was ich erlebe und die Menschen, denen ich begegne, prägen meine Musik. Meine Texte und Melodien kommen aus meinem Kopf, meinem Bauch, meinem Glauben und meinem Alltag. Ich versuche mit offenen Augen und offenen Ohren durch die Welt zu laufen, auch wenn das manchmal gar nicht so einfach ist mit dem iPod im Ohr.

 

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Was macht dich einzigartig?

Ich glaube, die Art von Musik, die ich mache, gibt es schon lange. Es ist nichts Bahn brechend Neues. Trotzdem gefällt mir der Gedanke, dass mein Stil auf seine Weise einzigartig ist. Ich lege sehr viel Wert auf meine Songtexte und ich hoffe, das merkt man.


Welche wichtigen Punkte in deinem Leben haben dich und deine Musik geprägt?

Alles was ich bisher erlebt habe, macht mich zum demjenigen der ich heute bin – als Musiker und als Person. Meine Kindheit habe ich größtenteils in Papua-Neuguinea verbracht. Mein Vater arbeitete dort als Arzt in einem der großen Krankenhäuser. Als ich mit 11 Jahren zurück nach Deutschland kam, war es als würde mir der Boden unter den Füßen weggerissen. Alles war so anders, die Menschen, das Wetter, die Mentalität, einfach alles. Lange wollte ich einfach nur zurück und habe sogar Pläne geschmiedet, wie ich mich auf ein Schiff schleichen und nach Papua Neuguinea reisen könnte.

Mit 15 habe ich angefangen, Musik zu machen und bin beim Lobpreisteam meiner Gemeinde eingestiegen. Dort habe ich viel über das Singen, Liederschreiben und Musik im Allgemeinen gelernt.

Nach dem Abitur ging’s für mich für ein Jahr auf die Philippinen. Ich habe dort meinen Zivildienst in einem Kinderheim absolviert. Mit diesem Jahr hat sich irgendwie ein Kreis für mich geschlossen, ich war endlich zurück im pazifischen Raum.

Mein Glaube ist mir auch sehr wichtig. Er begleitet mich, beeinflusst meinen Blick auf die Welt und auch meine Musik. In den Songs kann man, denke ich, ab und zu auch dieses Gefühl des Verlorenseins und den Wunsch, gefunden zu werden, heraushören... den Ruf nach Gott.


Wenn du die Wahl hättest, wer würdest du gerne sein?

C.S. Lewis ist eines meiner großen Vorbilder. Er hat großartige Werke geschrieben. Mit einem messerscharfen Verstand analysiert er die Welt, den Glauben und die Philosophie. Wenn ich jemanden auswählen müsste, würde ich mich für ihn entscheiden.


Wie würdest du dich selbst in 3 Sätzen beschreiben?

Ich bin ein Mensch, der viel nachdenkt und grübelt - manchmal vielleicht zuviel. Meine Überzeugungen sind mir sehr wichtig … und ich lasse die Leute gerne wissen, was mich so bewegt.



Neugierig? Schaut auf der Internetseite www.novemberland.net vorbei oder besucht Fairhavens auf seiner Myspacesite. Fairhavens kommt auch gerne zum Kaffee trinken bei euch vorbei oder für ein Konzert in eure Gemeinde.



Das Interview führte Corinna Waltz




 

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