Der [tru:]-Musik-Tipp
Hold On Tied
“death is not the end of this show”. So heißt es in dem Song „Make up your Mind“ der holländischen Band Make Up Your Mind, zu hören auf ihrem ersten Album „Gamble“. Okay, sie reden hier von Jesus, aber auch auf die Band trifft diese Aussage zu: Ihre Show geht weiter. Denn inzwischen haben die sieben Jungs ihr zweites Album „Hold on Tied“ auf den Markt gebracht. Und das rockt mindestens so sehr wie das Erste.
"Raving guitars, grooving beats, an energetic horn section and a lead singer who's hard to keep track of, while jumping and bouncing around on stage";, so beschreiben die Jungs sich selbst auf ihrer Website. Ihre Musik bezeichnen sie als Rolling Ska Punk 'N Roll Dixie Swing - damit ist klar: Sie liefert alles, was zum Poggen nötig ist. Das gilt auch für "Hold on Tied";.Auf dieser Platte gibt es neben den zwei bekannten Songs aus früheren Zeiten ("Aliens Existence"; und "Tuptetup") zehn neue zu hören. Einer davon ist "Thinking comes first, followed by action." Ein Song, der ins Blut geht. Er beginnt mit einem starken Gitarrensolo und setzt ins volle Programm von Schlagzeug, Posaune, Saxophon und schließlich Gesang ein. Ein kleiner Gegensatz dazu scheint "The Wind Blows A Lovesong" zu sein. Ruhige, gedämpfte und im ersten Moment leicht leierige Posaunen und Gitarrenklänge im Stil der 50er-/60er-Jahre zu Beginn geben Zeit zum Luftholen, um dann wieder abrocken zu können. Eben ein etwas anderes Liebeslied à la Make up your Mind.
MUYM, wie sich die Holländer auch kurz nennen, haben sich im Jahr 2000 in Amsterdam gegründet. Ihre musikalischen Vorbilder, zu denen Blink 182, Mad Caddies, The O.C. Supertones und viele weitere gehören, lassen erahnen, welche Richtungen sie weiter einschlagen werden. Nicht nur in Holland ist die Band aktiv: Immer öfter zieht es sie auch nach Deutschland. Viele der Songs reizen auch durch ihre chaotischen und provokanten Texte. Von stinkenden Socken über Autopannen bis zur ultimativen Liebe ist alles vertreten. Trotzdem darf einer natürlich nicht fehlen: Gott. Er ist Dreh- und Angelpunkt aller Songs von MUYM.
Wer von euch sich fragt, wie die Band zu ihrem doch etwas ungewöhnlichen Namen kommt - die Antwort ist simpel: Ihnen fiel kein Besserer ein. Macht aber nichts, denn der Bandname spricht von dem, was die Jungs wollen: mit ihrer Musik punkten und mit ihren oft sehr provokanten Texten die Menschen zu motivieren, ihren "big fat belly" von der Couch zu bewegen und sich für Jesus zu begeistern.
Mehr Infos gibt es unter:
www.muym.nl
www.myspace.de/muym
Nadine Bauerfeind