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Der [tru:]-Musik-Tipp

Per Anhalter durch die Galaxis

Wer dich mitnimmt? Die Family Force 5! Mit ihrer neuen Platte „Dance or Die“ teilen sie mit, dass es bei der Fahrt durchs Universum anscheinend um Leben und Tod geht!

Warum es durch die Galaxis geht, verrät schon der Blick auf die MySpace-Seite der Band: Zu sehen sind fünf (nicht mehr ganz junge) Männer mitten in einer Wüste, mit bunten, langen, engen Hosen. Dazu dicke Jacken, die mindestens genauso bunt sind und Kapuzen haben. Ein Outfit, bei dem mir die Augen schmerzen! Da kommt spontan die Frage in mir auf, ob ich bei Außerirdischen gelandet bin.

Außerirdisch klingt auch deren Album. Ihr kennt doch bestimmt Kanye West mit dem Song „Stronger“, nun denkt euch mal den Rap weg und ihr könnt euch ein wenig den Song „Fever“ von Family Force 5 vorstellen. FF5, wie sie kurz heißen, bewegen sich insgesamt viel im Bereich der elektronischen Musik. Mit ihren hellen Keyboardklängen und der verzerrten Stimme streifen sie die 80er-Mucke.  Dabei bleibt es aber nicht: Sie lieben auch harte Gitarrenklänge und das Schlagzeug. Ebenfalls dabei: deutliche Beats. Hast du die Lieder mit im Ohr, wirst du überwältigt sein. Mehr noch: Die Songs werden zu Ohrwürmern!

FF5’s Musik ist eine seltsame Mischung. Die Jungs nennen das Crunch Rock. Crunch ist aus dem Southern Hip Hop entstanden, dessen Absicht es war, Hip Hop clubfähig zu machen. Im Vordergrund stehen dabei die Rhythmen und die Beats, Lyrics spielen nur eine Nebenrolle. FF5 wollen eben richtige Partymusik bieten.

Mit ihren funkigen Klängen gelingt ihnen das gut. Sie schlagen damit aber auch eine etwas neue Richtung ein. Einige Fans sind enttäuscht, sie vermissen den harten Rock und sind die verzerrten Stimmen nicht gewohnt.

Auch bei den Texten ist eine Entwicklung zu erkennen: Auf früheren Alben haben die Jungs in einigen Liedern über ihren Glauben an Gott gesungen, in „Dance or Die“ tun sie das gar nicht. Hier geht’s voll und ganz ums Tanzen, um Bewegung und auch ein bisschen um Liebe. Den einen Fan mag’s freuen, den anderen mag’s stören. Auf ihren Konzerten erzählen FF5 trotzdem über ihren Glauben an Jesus – und zum Schluss beten sie sogar.

Fazit: Keine Dance-Anbetungs-CD. Aber warum nicht mal mit seinen eigenen Moves zu der Musik Gott eine energiegeladene Choreographie vorführen? ;-)

Meine Beine zumindest bleiben auf keinen Fall still. Dance or die? Ich tanze!

Malin Daginnus

http://www.myspace.com/familyforce5