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Ein Himmel voller Geigen


Der Geiger David Garrett lässt Mädchenherzen höher schlagen. Er ist nicht nur ein Geiger, sondern viel mehr ein Popstar. Und das, obwohl auf seinem Album „Virtuoso“ klassische Werke von Paganini und Bizet zu hören sind.

Wenn man an Klassik denkt, hat man einen Mann im Anzug mit Fliege und eine Dame im Abendkleid mit Collier vor Augen, die bei der Overtüre andächtig die Augen schließen und mit der Musik verschmelzen. Bei einem Konzertbesuch des schnuckeligen David Garett hingegen bleiben die Augen unter Garantie offen und man möchte am liebsten nicht nur mit der Musik verschmelzen.

Der 27-jährige gebürtige Aachener wurde schon als Junge mit dem Titel „Wunderkind“ versehen. Gab Konzerte, nahm CDs auf, spielte mit Jehudi Menuhin und lernte bei Ida Haendel und Itzhak Perlman. Wem die ganzen Namen nichts sagen und auch klassische Musik für verstaubt hält, dem sei gesagt: Für David Garrett gibt es neben der Klassik auch Rock und Pop, ich weiß, man glaubt es kaum. Jimi Hendrix,  The White Stripes und Metallica hört er am liebsten. Aus diesem Grund verschmelzen auf seinem neuen Album „Virtuoso“ Klassik mit modernen Arrangements und eigenen Kompositionen. Der Liebhaber Mozarts wird die CD vielleicht hassen, junge Leute hingegen werden aufhorchen. Und das ist auch das Ziel von David Garrett, denn über die Verbindung von Klassik und Pop möchte er junge Menschen für die Klassik begeistern. Sein Aussehen ist für ihn dabei Nebensache, aber für den Absatz natürlich ungemein förderlich.

Der neue Nebeneffekt der Klassik, lässt nicht nur Augen geöffnet sondern bringt einem den „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow durchaus näher.

Friederike Zempel

Die CD „Virtuoso“  ist bei Deag Music (Warner) erschienen.

 

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