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Sarah Brendel - Early Morning Hours

Es ist früh am Morgen. Tau haftet noch an den Blättern und Nebel bedeckt das Tal. Die ersten Sonnenstrahlen durchstreifen die Wiesen und alle nachtaktiven Rumstreicher legen sich langsam zur Ruh. Während die Nacht Abschied nimmt, beginnt langsam der Tag. Alles ist neu. Schönheit und Stille. In diesem Moment tauche ich ein in eine neue Welt. Eine Welt voller Frieden. Und genauso fühlen sich auch „Early Morning Hours“ von Sarah Brendel an.

Die Reise in diese Welt beginnt schon beim Auspacken des Albums. Das liebevoll gestaltete Cover erinnert mich an meine Kindheit. Bunt, unschuldig, einfach schön. Damit, vor allem aber mit der Musik auf der CD schafft Sarah Brendel es, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und bis zum Ende des letzten Tracks nicht mehr loszulassen.

Mit herkömmlichen Folk-Strukturen hat sie es geschafft, einen unverwechselbaren Sound zu kreieren, der an die Schönheit der fabelhaften Welt der Straßencafés erinnert. Intim und feinsinnig. Sarahs wunderbar helle Stimme erzählt Geschichten von einer nie endenden Liebe, untermalt von verträumten Geigen, verspielten Klavierparts und flatternden Countrybeats.

Besonders gelungen ist Sarah bei diesem Album der Kontrast zwischen dem Gefühl von wunderbar leichtem Schlummern am Morgen und dem Wachrütteln mit wilden, energischen Parts. Besser als jedes Weckerklingeln.

Besonders erwähnenswert sind die beiden Stücke mit Legende Larry Norman. Der von schwerer Krankheit gezeichnete Mann bringt ein letztes Mal mit unfassbarer Energie seine Leidenschaft für Musik und seine Liebe zu Jesus Christus auf Band und geht bald darauf selbst „Back to the Dust“, so wie ein Titel heißt.

Mein persönliches Highlight auf dem Album ist „Self-paralyzed“. Hier verweist Sarah auf ihre Wurzeln. Wer Energie mit Tempo, Druck und Tanzen in Verbindung bringt, sollte mit diesem Prachtstück in die Platte einsteigen. Die knackigen Drums machen Lust auf einen saftigen Grillabend mit Hank Williams und Bob Dylan, die bei einem kühlen Bier einen  Creedence-Clearwater-Revival-Song nur mit Gitarren und Schlagzeug covern.

Sarah Brendels Texte sind klar formuliert und nicht wie das Cover fantasievoll ausgeschmückt. Die Lieder sind weitgehend von einer tiefen Melancholie ergriffen und handeln von ihrer Beziehung zu Jesus Christus. Aber konsequent mit Happy End.

With you I will make it to the other side, we will and not get weary when the whole world collides


Die Mischung aus Folk, Indie und Pop macht die CD zu einem Abenteuer, das sich wirklich lohnt.

Mehr zu Sarah gibt es auf ihrer Homepage www.sarahbrendel.de oder auf www.myspace.com/sarahbrendel

Und hier könnt ihr selbst einmal in die Platte reinhören:


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