community log in
[tru:] young television
log in tv-empfang media über uns spenden hilfe

"Nichts davon ist Show"

"Hillsong United" ist die Jugendband der in Australien gegründeten Hillsong Church. Mit ihrer mitreißenden Loppreis-Musik sind sie in der ganzen Welt unterwegs. Bei ihren Konzerten legen sie besonders Wert darauf, dass neben der Musik die Message nicht zu kurz kommt. Die Message von Brooke, Kevin und Joel kommt auch im [tru:] Interview rüber.

[tru:] Was ist eure Lieblingsbibelstelle?
Brooke: Also ich denke, nach der Lieblingsbibelstelle gefragt zu werden, ist ungefähr so, wie nach dem Lieblingsessen gefragt zu werden. Das ist wirklich sehr schwer, wisst ihr? Es gibt Essen, das nicht unbedingt gut schmeckt, wenn du es das erste Mal probierst, aber es ist sehr nahrhaft. Und da ist manches Essen, das sofort ganz lecker und süß schmeckt. Aber alles ist Nahrung – und die Bibel ist so ähnlich. Sie ist eine Riesenauswahl, also fällt es mir persönlich sehr schwer, nur eine Stelle rauszuheben. Wie ist das bei euch?
Kevin: Eine meiner Lieblingsstellen, wenn ich eine aussuchen müsste, ist Philipper 3. Ein großer Teil des Lebens als Christen bedeutet, nicht nach unseren Fähigkeiten zu leben oder danach, was wir von Natur aus gut können, sondern in dieser Glaubenshaltung zu leben, dass es dahinter noch etwas gibt und einfach Gott zu vertrauen, in seine Stärke und Güte, dass er uns weiter bringen will, als wir selbst es jemals könnten. Das ist eine meiner Lieblingsstellen.
Joel: Mhmm, ich bin hungrig geworden, als Brooke über Essen geredet hat. Also ich denke, eine einzige Stelle rauszuheben, ist schwer. Aber eine Stelle, die eine echte Bedeutung für mein Leben hat, und auf die ich immer wieder zurückkomme, besonders dann, wenn ich nicht sicher bin, was Gott macht – aber ich vertraue ihm trotzdem – sind eigentlich alle Psalmen, aber besonders Psalm 16,9, wo es heißt: „Das Menschenherz macht Pläne. Ob sie ausgeführt werden, liegt bei Gott.“ Ich verstehe darunter, dass ich echt immer Gott vertraue, dass er einen Plan für mein Leben hat. Und der fügt sich ganz gut mit dem zusammen, was ich für Träume habe und mit den Dingen, die ich gerne machen will, aber es sind seine Schritte und seine Planung. Also ich will ein Leben führen, das immer offen dafür ist, wo er mich hinführen will. Welche Türen auch immer er aufmacht, ich will durchlaufen und meinen Job so gut machen, wie ich kann – für ihn, um ihm zu dienen.
Brooke: Richtig, danke, Joel!

[tru:] Was bedeutet euch Erfolg?
Brooke: Also, ich spreche jetzt mal für uns alle. Unsere Motivation liegt nicht in dieser Art von Erfolgsmessung. Es geht uns wirklich einfach darum, das Reich Gottes aufzubauen und das Leben von Leuten zu verändern. Also für uns ist die lohnendste Sache überhaupt, die Möglichkeit zu haben, mit Leuten zusammen gemeinsam anzubeten, und ihnen durch die Lieder Handwerkszeug zu geben, um selbst andere in die Anbetung zu führen. Es ist einfach ein riesiges Privileg für uns, auf diesem Weg Gott zu dienen.
Joel: Ja, denn wie willst du Erfolg messen? Also ich meine, so wie Menschen normalerweise Erfolg messen, unterscheidet sich sehr von dem, wie Gott Erfolg misst. Wir wollen einfach so viele Leute wie möglich mit der Wahrheit und der guten Nachricht beeinflussen. Ich glaube, Erfolg heißt für uns, so zu leben, wie Gott es für uns vorgesehen hat: Dass wir Leute mit Respekt behandeln und Beziehungen aufbauen zu den Leuten, die wir unsere Freunde nennen. Und mit denen wir ein Stück Leben verbringen und sie einfach wissen, dass sie für uns sehr wertvoll sind. Unsere Heimatgemeinde ist immer auf dem ersten Platz und hat höchste Priorität für uns. Das ist Erfolg für uns: So zu leben, wie Gott es uns aufgetragen hat. Aber es auch so zu tun, dass die Hauptsache immer klar bleibt. Und die Hauptsache – das haben wir immer gesagt – sind für uns unsere Gemeinde, unsere Familie und unsere Leute zu Hause … und auch die Leute aus der Band, mit denen wir viel Zeit verbringen.

[tru:] Wenn ihr auf der Bühne seid, wie viel ist davon Show und wie viel ist Lobpreis?
Kevin: Ich würde sagen, nichts davon ist Show. Wenn wir mehr aus uns rausgehen, dann kommt das immer aus dem Innern des Lobpreis. Wir spielen das nicht. Manchmal, wenn wir uns nicht danach fühlen, dann müssen wir es sozusagen aus uns herausholen, bis wir uns wirklich so fühlen. Aber eine Menge davon hat damit zu tun, andere Leute anzuleiten, um ein Beispiel von Lobpreis zu geben. Also, wir sind definitiv nicht dazu da, um von Leuten gesehen zu werden, sondern um Leuten zu helfen. Also wenn man einen von uns auf der Bühne rumspringen sieht, klar, dann haben wir Spaß, aber ein Großteil ist dazu da, Leuten zu helfen, selbst aus sich rauszugehen und selbst Gott zu lobpreisen. Und ich würde sagen, wenn wir hochgehen auf die Bühne, hat jeder von uns die Sehnsucht, Gott selbst zu begegnen. Also, Lobpreis ist definitiv ein großer Teil des Ganzen.

[tru:] Ihr verkauft eine Menge Platten. Was macht ihr mit dem Geld, das reinkommt?
Joel: Das Schöne an der Sache, die wir mit United machen, ist, dass alles wieder zurückfließt in die Dinge, die wir zu Hause aufbauen. Das Geld hilft uns also wirklich, unsere Heimatregion besser mit dem Evangelium zu erreichen, was eine wunderbare Sache ist. Es gab Zeiten, da mussten wir immer Spenden sammeln, um genug Geld zusammenzukratzen für unsere Jugendprojekte.
Was wir machen, haben wir immer auf ehrenamtlicher Basis gemacht, und das ist wirklich wichtig für das, was wir machen. Die Leute aus unserem Team wollen das soweit wie möglich weitermachen.
Klar hängen da finanzielle Angelegenheiten mit dran, besonders, wenn es um das Schreiben von Songs geht. Aber so wie ich es sehe, ist das einfach etwas, was uns anvertraut wurde. Alles, was Gott in deine Hände legt – ob es Leute sind, Ressourcen, Geld, Zeit oder die Gelegenheit, etwas für ihn zu tun – was auch immer: Eine Gabe oder ein Talent ist etwas, das einem anvertraut ist. Ich denke, es geht sogar zurück zum Gleichnis vom Sämann und der Idee: Was machen wir damit? Wie bringen wir es wieder zurück in die Arbeit ein? Also, für mich ist es so: Alles, was ich in die Hände gelegt bekomme, alles, was mir gegeben ist, versuche ich, in die Sachen zu investieren, von denen ich sage, dass ich an sie glaube und von denen ich begeistert bin. Zeit ist ein gutes Testkriterium bei solchen Dingen. Aber es geht definitiv darum, ehrlich zu sein und zu dem zu stehen, was man sagt.
Brooke: Eine Menge von uns arbeiten für Gemeinden. Aber manche, so wie Kevin und ich zum Beispiel, haben andere Jobs. Wir werden nicht dafür bezahlt, bei United mitzumachen. Wir nehmen beide frei, um mitzuarbeiten, weil wir an die Sache glauben und daran, was Gott damit macht. 

[tru:] Wie entstehen eure Songs?
Joel: Wir versuchen unser bestes, eine wirklich offene Atmosphäre zu schaffen, so dass jeder Songs vorschlagen kann. Es ist nichts Exklusives, also so in der Art: Das sind die Songwriter und das ist die Band. Es ist offen. Es gibt eine Menge junger Musiker. Um ehrlich zu sein, eine meine Leidenschaften ist das Entwickeln von neuen Songs mit den jungen Leuten der nächsten Generation, denn ich habe selbst von so etwas profitiert. Die Leute, die vor mir da waren, haben in mich investiert, mir geholfen und mich motiviert, Songs zu schreiben. Wir haben eine ähnliche Atmosphäre: Jeder kann kommen und einen Song vorschlagen, so lange er oder sie in der Gemeinde oder im Team ist. Wir wollen einfach die besten Songs, die möglich sind. Songs, die frisch sind und das ausdrücken, was Gott durch uns sagen möchte. Und wir nehmen einfach diese Lieder und lassen die Band dran. Dann spielen wir sie im Jugendgottesdienst. Und es ist einfach so: Die Songs, die einschlagen, schaffen es dann ganz nach oben und die Leute lieben es, sie zu singen, weil sie was Spezielles an sich haben.
Brooke: Vorgestern waren wir bei verschiedenen Workshops in Den Haag. Wir kamen rein und sie sangen gerade einen von Joels Songs. Und da dachte ich, wie wunderbar das ist, auch mit einem Song von mir selbst. Wenn du dich daran erinnerst, wie der Song entstanden ist, ganz intim mit Gott, vielleicht allein in deinem Zimmer, nicht in irgendwelchen aufregenden Momenten. Und dann zu sehen, dass Gott das dann einfach nimmt und in die Hände von Leuten aus anderen Kulturen legen kann, die damit eine Möglichkeit bekommen, Gott anzubeten. Das ist einfach die großartigste Sache überhaupt. Ich glaube, man wird sich daran auch nie gewöhnen können. Und was für uns auch toll ist: Wir bekommen eine Vorstellung davon, was Gott überall auf der Welt macht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe immer das Gefühl, wenn wir unterwegs sind, Teile des Himmels zu sehen. Das ist dann vielleicht das einzige Mal im Leben, dass ich die Leute hier auf der Erde sehe, aber wir werden alle zusammen im Himmel Gott anbeten. Ich finde das absolut verrückt und wundervoll.

[tru:] Gab es Veränderungen in dem, was ihr mit Hillsong United erreichen wollt?
Joel: Hillsong United hat sich ganz organisch entwickelt. Niemand konnte je voraussehen, was wir jetzt machen. Wir wollten ganz am Anfang Gott einfach unser Allerbestes geben und ihn einfach  lieben mit so vielen Leuten, wie es geht. Und in diesem Sinn hat es sich gar kein bisschen verändert. Wir haben die große Sehnsucht, Menschen einer Generation zu sein, die ihre Talente und Gaben und alles, wofür sie sich begeistern können, dazu nutzen, um Gott zu dienen, ihn zu lieben und um in ihre Gemeinden hineinzuwirken. Das ist die Essenz von dem Ganzen. Ganz egal, wie es aussieht, das ist sozusagen die Grundlage, der Schirm, unter dem alles steht.
Da sind ein paar Leute zu Hause, die sind die einfach unglaublich gute Skateboarder, einige der besten in ihrem Land und die brennen für Gott, die gehen von Skatepark zu Skatepark, um Leuten von Jesus zu erzählen. Sie hauen die Kids einfach um mit ihren Fähigkeiten und dann erzählen sie den Jugendlichen, wie sie Jesus gefunden haben. Und diese Leute schreiben dann United auf ihre Skateboards. Ich denke, das ist einfach toll, weil wir nicht einfach ein Team sind von einzelnen Individuen, die ganz okay singen können, sondern wir sind eine Bewegung von jungen Leuten, die einfach die Leidenschaft haben, Gott das Beste zu geben und für ihn zu leben.

Die CD/DVD „United We Stand“ gibt es bei http://www.haenssler.de  für 17,95 Euro

Leid
Wenn es einen Gott gibt, wie kann er dann so viel Leid zulassen? Dieser Artikel will Antworten geben >>

[tru:] wieder bei Facebook
Trete jetzt unserer Gruppe bei und verfolge mit, was zurzeit in der [tru:] Redaktion abgeht>>

[tru:] wieder bei Facebook
Trete jetzt unserer Gruppe bei und verfolge mit, was zurzeit in der [tru:] Redaktion abgeht>>