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"Christliche Avril Lavigne"

Krystal Meyers ist eine richtige Rockröhre und erobert nicht nur unsere Herzen im Sturm. In Japan ist sie seit ihrer Tour 2006 total angesagt. Der Erfolg steigt ihr aber nicht zu Kopf. Keine Starallüren und kein Zickenterror, sondern einfach Krystal. Krystal Meyers!  

 

[tru:] Wie entstand dein Song „Anticonformity“?

Krsytal: Das Lied „Anticonformity“ entstand, als ich auf einem christlichen Sommerlager war. Ich habe das Lied mit einer Freundin zusammen auf dem Camp geschrieben. Am Ende der Woche sollten wir auf der Talentshow etwas vortragen. Wir hatten das Lied „Anticonformity“ geschrieben und sagten: "Cool, wir werden einfach den Song vorführen." Also haben wir es vorgespielt. Das Lied war eigentlich der Anfang meiner Karriere, denn einen Monat später erhielt ich einen Anruf und wurde ins Studio eingeladen. Der Song wurde Teil eines Samplers mit ganz unterschiedlichen Künstlern. Mit darauf waren Audio-Adrenaline, Pillar, ich und all diese anderen Bands. Im Grunde hat das den Ball ins Rollen gebracht. Das Lied handelt davon, die Person zu werden, die Gott möchte, und die Person, die die Welt will, abzulehnen. Wir haben das Video in New York auf Coney Island gedreht, zwei Tage nach meinem Geburtstag, es hat richtig Spaß gemacht. Ich freu mich richtig über das Video.

[tru:] Wie bist du Christ geworden?

Krystal: Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, meine Eltern sind beide gläubig. Aber als ich sieben Jahre alt war, habe ich mich für Jesus entschieden. Eines Sonntags bin ich in die Kirche gegangen und in der Sonntagsschule ging es darum, dass du nicht unmittelbar gerettet bist, weil deine Eltern das sind oder weil du in einem christlichen Elternhaus groß geworden bist. Du musst Jesus als deinen persönlichen Retter annehmen. Das ist mir hängen geblieben, obwohl ich erst sieben Jahre alt war. Ich habe es verstanden. Als ich nach Hause kam, habe ich mit meinen Eltern gesprochen. Ich wollte Jesus als meinen persönlichen Retter in meinem Herzen annehmen. Meine Eltern haben darauf hin mit mir gebetet. Ein paar Monate später wurde ich dann auch getauft.

[tru:] Was hat dir Gott im letzten Jahr beigebracht?

Krystal: Ich denke, Geduld ist eine Sache. Geduld ist ganz sicherlich etwas, was ich gelernt habe. In der Branche können Dinge sehr langsam, aber auch sehr rasant sein. Leute versprechen dir Sachen und brechen sie. Er hat mir ganz sicher Geduld beigebracht. Er lehrt mich, näher zu ihm zu kommen und meine Stille Zeit zu machen. Er bringt mir hier und dort etwas bei. Jeder Tag ist eine neue Lernmöglichkeit.

[tru:] Glaubst du, dass es wichtig ist, ein Vorbild zu sein?

Krystal: Ja, ich denke schon. Es ist wichtig zu wissen, dass ich unter einem Mikroskop bin. Die Leute beobachten mich überall. Ich habe das zuerst gar nicht bemerkt. Nicht, dass ich irgendetwas falsch gemacht oder Leute verärgert habe. Aber ich habe festgestellt, dass jeder, auch andere Bands mit denen ich auf Tour bin, mich beobachtet. Und die kleinste Kleinigkeit kann jemanden aus der Bahn werfen. Es ist wichtig zu wissen, dass du das Leben vieler beeinflussen kannst, weil sie dich beobachten. Deswegen ist es wichtig, einen festen Glauben zu haben, mit Jesus zu gehen und das zu zeigen.

[tru:] Wie gehst du mit deinen männlichen Verehrern um?

Krystal: Ich versuche definitiv anständig sein. Ich glaube, das ist eine der wichtigsten Sachen. Besonders während ich auf der Bühne bin und weiß, Leute beobachten mich, will ich korrekt sein, sicher gehen, dass mein T-Shirt nicht den Bauch hochrutscht und meine Jeans nicht auf halb acht sitzt. Einfach anständig sein. Wenn ich am Verkaufstisch Alben signiere, sind einige Jungs wirklich unschuldig und sagen, dass sie meine Musik lieben, andere kommen und wollen sofort eine Umarmung und dann umarme ich sie aber nur von der Seite. Eigentlich sind die meisten Jungs höflich und respektvoll. Natürlich gab es schon einige Situationen, okay, da heißt es: „Hau ab“, dann springt mein Tourmanager ein und die haben ein Wörtchen miteinander.

[tru:] Hast du Vorbilder im musikalischen Bereich?

Krystal: Blindside sind einer meiner Lieblingsvorbilder und es ist so toll mit ihnen zu spielen. Blindside, Further Seems Forever, Mae, Dashboard Confessional sind super. Die Tooth & Nail Bands allgemein. Ich liebe diese Art von Musik.

Den Link zum Video „Anticonformity“ gibt´s hier.

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