Vom Glauben reden beginnt hier
Evangelisation Explosiv
Seit September 2000 gibt es das Missionswerk Evangelisation Explosiv, kurz EE
genannt, in Deutschland, der Schweiz und Österreich. EE ist ein Missionswerk, das
in fast allen Nationen der Erde vertreten ist. In den deutschsprachigen Ländern
Europas wird die Arbeit jeweils von einem nationalen Team geleitet. Der Dienst von
Evangelisation Explosiv versteht sich als übergemeindliches Angebot an örtliche
Gemeinden.
Unser Ziel ist die Unterstützung örtlicher Gemeinden in ihrem Bemühen den
einzelnen Gläubigen zu einem evangelistischen Lebensstil zu befähigen. Weltweit
werden jährlich mehr als 100.000 Gläubige geschult. Im deutschsprachigen Europa
waren es im gleichen Zeitraum ca. 1000. An diesen Zahlen kann man leicht
erkennen, dass die Arbeit von EE hier noch verhältnismäßig jung ist. Doch jedes
Jahr steigt die Zahl derer, die sich ausbilden lassen wollen deutlich an.
Was will EE
Schaut man sich an, wie heute im Allgemeinen evangelisiert wird, stellt man schnell
fest, dass es sich im wesentlichen um veranstaltungsorientierte Evangelisation
handelt. Evangelisation wird überwiegend als eine bestimmte Tätigkeit, zu einer
bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort verstanden. Damit will ich nicht sagen,
dass dies grundsätzlich falsch wäre. Ganz im Gegenteil, die Frohe Botschaft kann
gar nicht genug verkündigt werden. Dazu sind auch die verschiedenen
Veranstaltungen ein wichtiger Beitrag. Ein Vergleich der heutigen Praxis mit den
Aussagen des Neuen Testaments zeigt uns aber, dass im Laufe der Zeit eine
Verschiebung der Akzente stattgefunden hat. Am Beispiel der ersten Gemeinden
können wir erkennen, dass die tragende Säule der evangelistischen Verkündigung
das Zeugnis des einzelnen Gläubigen gewesen ist. Diese Komponente ist heute
weitgehend verschwunden. EE sieht seine Hauptaufgabe darin, diesen wichtigen
Bereich der Evangelisation zu fördern. Letztlich wird auch jede evangelistische
Veranstaltung dadurch an Schlagkraft gewinnen.
Die Bibel lehrt uns, dass der Auftrag zum Zeugnis jedem einzelnen Christen gilt.
Dazu bedarf es nach den Aussagen des Neuen Testaments keiner zusätzlichen
Begabung. Der Missionsbefehl in Matthäus 28,18-20 ist allgemein an jeden Jünger
Jesu formuliert. In Apostelgeschichte 1, 8 lesen wir, dass wir durch den Heiligen
Geist Zeugen Jesu Christi sind. Jeder wiedergeborene Mensch ist also auch ein
Zeuge seines Herrn.
Zeuge zu sein heißt nicht einfach nur Auskunft darüber zu geben, dass man an
Jesus Christus glaubt. Es geht auch darum, einem anderen Menschen auf
verständliche Weise das weitersagen zu können, was ich glaube und was ich mit
Jesus erlebt habe. Dies setzt also eine gewisse Sprachfähigkeit voraus, um über den
eigenen Glauben reden zu können. Die frühen Christen verfügten ganz offensichtlich
darüber. Bibelabschnitte wie Apostelgeschichte 8,1-4 oder 1. Thessalonicher 1,6-10
u.a. zeigen das sehr deutlich.
Viele Menschen, die an Jesus Christus glauben sagen, dass es ihnen schwer fällt mit
Nichtchristen über die zentralen Inhalte ihres Glaubens zu reden. Wie beginnt man
ein Gespräch über das Evangelium aus einer Alltagssituation? Was muss ich einem
Menschen eigentlich erklären, damit er zu Jesus Christus finden kann? Wie kann
man lernen in einem Gespräch nicht zusammenhangslos von einem Thema zum
anderen zu springen? Wie kann man mit Einwänden des Gesprächspartners
umgehen? Solche Fragen werden uns im Rahmen unserer Schulungsarbeit immer
wieder gestellt. Fragt man weiter nach, stellt sich heraus, dass kaum jemand Hilfe
oder Anleitung nach seiner Bekehrung bekommen hat, um die Aufgabe als Zeuge
Jesu Christi wahrzunehmen.
Genau an dieser Stelle sieht EE seine Aufgabe. Wir möchten Gemeinden helfen
einen Prozess in Gang zu bringen, der dazu führt, dass die Geschwister vor Ort
theoretisch und praktisch Anleitung bekommen, um bessere Zeugen ihres Herrn sein
zu können. Wir verstehen uns dabei als diejenigen, die Starthilfe geben. In unseren
Schulungen sollen die Teilnehmer nicht nur dazu befähigt besser Zeugnis geben zu
können, sondern anschließend selbst andere Geschwister ausbilden zu können. Auf
diese Weise multipliziert sich dieser Dienst weiter und trägt so dazu bei, dass viele
Gläubige in ihrer eigenen Gemeinde langfristig Anleitung zu einem evangelistischen
Lebensstil bekommen. Da es uns darum geht Christen sprachfähiger in Bezug auf
ihren Glauben zu machen, ist die Arbeit von EE eine ideale Ergänzung zu jeder
schon bestehenden evangelistischen Strategie in einer örtlichen Gemeinde. Am
Ende geht es doch immer darum, das Menschen da sind, die mit anderen Menschen
über den Glauben an Jesus Christus sprechen können. Je mehr von uns das tun
können, desto mehr Menschen können von der Möglichkeit der Rettung und des
ewigen Lebens in Jesus hören. Diese Verkündigung ist und bleibt die Grundlage für
einen Glauben an Gott.
Wie arbeitet EE um seine Ziele zu erreichen
Im Folgenden möchte ich kurz beschreiben, wie EE arbeitet um dieses Ziel zu
erreichen:
1. Leiterseminare
Die Zielgruppe für diese mehrtägigen Seminare sind Gemeindeleiter, Älteste,
Pastoren u.a., verantwortliche Mitarbeiter aus den verschiedenen Arbeitsbereichen
der Gemeinden. Hier werden alle Inhalte, die zur Durchführung von Kursen in der
eigenen Gemeinden nötig sind vermittelt. Zusätzlich finden drei praktische Einsätze
unter Anleitung von erfahrenen Ausbildern statt. Das eingesetzte Material ist
gleichermaßen für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Zusätzlich
gibt es diese Seminare auch speziell für Mitarbeiter, die in den Kinderdiensten ihrer
Gemeinden tätig sind.
2. 13 Wochen Kurse
Nach der Teilnahme an einem Leiterseminar sind die Teilnehmer so gut vorbereitet,
dass sie die ersten Geschwister in der eigenen Gemeinde ausbilden können. Über
einen Zeitraum von 13 Wochen findet jede Woche eine Unterrichtseinheit von 90
Minuten statt.
3. Teamarbeit
Jeder Teilnehmer an einem EE Kurs gehört während dieser Zeit zu einem Team, das
aus einem erfahrenen EE Ausbilder und zwei Auszubildenden besteht. Der Ausbilder
hilft beim Lernen, wenn es nötig ist und leitet sein Team bei zehn praktischen
Einsätzen, die fester Bestandteil eines 13 Wochen Kurses sind. So hat jeder
Teilnehmer die Möglichkeit in geschützter Atmosphäre, Schritt für Schritt das
anzuwenden, was zuvor unterrichtet wurde.
4. Gebet
Wir glauben, dass Evangelisation ohne Gebet menschliche Vermessenheit ist.
Deshalb betonen und fördern wir während der Ausbildung die Entwicklung eines
intensiven Gebetslebens. Jeder Auszubildende hat während der Ausbildung einen
Gebetspartner mit dem er sich einmal pro Woche zum gemeinsamen Gebet trifft. Der
Gebetspartner ist auch darüber informiert, wann der nächste praktische Einsatz
stattfindet, um dann gezielt dafür beten zu können.
Überall auf der Welt sind viele Christen in den letzten Jahren nach dem Konzept von
EE ausgebildet worden. Immer wieder hören wir, dass diese Ausbildung ein
Meilenstein im geistlichen Leben der Einzelnen gewesen ist. Die Meisten von ihnen
erleben, wie Gott sie gebraucht, um Menschen das Evangelium weiterzusagen. Viele
Menschen wurden durch ihr Zeugnis und das Wirken des Heiligen Geistes bewegt ihr
Leben Jesus anzuvertrauen.
Kontakt:
Andreas Goseberg
Leiter EE Deutschland
Tel.: 02352-972980
E-Mail: eedeutschland@mac.com