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Inter-Mission – eine kurze Vorstellung

Geschichte (Teil 2)
1973 reiste der Maschinenbau-Ingenieur Jochen Tewes nach Indien aus, um dort insbesondere Möglichkeiten für die Berufsausbildung der heranwachsenden Jungen und Mädchen aus den Heimen zu schaffen. So entstanden verschiedene Ausbildungsstätten für qualifizierte berufliche Ausbildungen, in denen inzwischen mehrere Tausend junge Leute eine solide berufliche und geistliche Grundlage bekommen haben, welche ihnen konkret den Ausstieg aus Armut und Hilflosigkeit ermöglicht hat. In den letzten Jahren verlagerte sich die Ausbildung junger Leute verstärkt in sogenannte Community Colleges, eine Art praktischer Berufsschulen, die stark joborientierte ein- bis zweijährige Lehrgänge anbieten. Hier werden jährlich mehrere Hundert Jugendliche aus Slumgebieten und ärmsten Verhältnissen sehr effektiv gefördert und in geregelte Arbeitsverhältnisse geführt.

Ein weiterer Meilenstein ist die Gründung einer Arbeit für die Ärmsten der Armen in der Millionen-Metropole Bombay (Mumbai), nachdem Peter Will 1981 mit dieser Berufung nach Indien ausgereist war. Dieser Arbeitszweig ist besonders nah an den Nöten der Ärmsten dran mit der Fürsorge für Kranke und Sterbende auf den Bürgersteigen, mit Bürgersteig-Clubs für verwahrloste Kinder,  mit Slumzentren für Vorschulunterricht und Mittagessen, für medizinische Versorgung, Frauenförderung und ausgedehnte Aids-Programme. Hier entstand auch ein Kinderheim besonders für Kinder aus der riesigen Rotlichtszene.

Der Beginn einer Arbeit im Jahr 1999 unter Kindern und Jugendlichen im westafrikanischen Sierra Leone war ein weiterer wichtiger Schritt – auf einen anderen Kontinent und in ein anderes Land. Das entsetzliche Leiden der Bevölkerung im grausamen Rebellenkrieg in den Jahren davor hat besonders unter den Kindern gravierende Nöte zurückgelassen. So konnte IM mit einem einheimischen christlichen Partnerwerk im ärmsten Land der Welt mit einem Kinderheimprojekt, einem Therapieprojekt für kriegstraumatisierte Kinder und einer Stadtteilschule in der Hauptstadt Freetown beginnen. Inzwischen ist auch eine Schule mit Wohnheim für blinde Kinder und Jugendliche dazugekommen.

In den vergangenen Jahren entstanden in Indien als Alternativen zu den Kinderheimen mehrere Dorfentwicklungs-Projekte, insbesondere im Norden des Landes. Hier werden Kinder in extrem armen und rückständigen Dörfern zusammen mit ihrem Umfeld und ihren Familien gefördert durch Schulunterricht, Ernährungsprogramme, Frauenförderung und medizinische Betreuung, damit sie gar nicht erst in ein Kinderheim aufgenommen werden müssen.

Gravierende soziale und geistliche Nöte sind nicht nur in weit entfernten Ländern zu finden. Deshalb entstand 1972 in Hannover eine missionarische Teestubenarbeit, um Drogenabhängige, Alkoholiker und junge Leute aus Randgruppen direkt vor der eigenen Haustür zu erreichen. Als Nachfolgearbeit entstand 1994 der „Kaffee-Pott“ als sozial-missionarischer Dienst für Obdachlose und Bedürftige, ebenfalls in Hannover. Über das ganze Jahr werden hier zweimal wöchentlich warme Mahlzeiten sowie Kaffee, Tee und Kekse ausgegeben, und durch biblische Andachten erfahren die Besucher Ermutigung und Orientierung.

Die Inter-Mission ist ein Hilfs- und Missionswerk auf der Grundlage eines evangelikalen Glaubensverständnisses. Verkündigung des Evangeliums und praktischer Dienst für die Ärmsten gehören eng zusammen. Kinder und Jugendliche, welche von IM und ihren Partnern betreut werden, sollen die Möglichkeit haben, von Gottes Liebe zu hören und Jesus Christus kennen zu lernen. – Nur in Ausnahmefällen sendet IM Mitarbeiter aus dem Westen nach Indien oder Afrika. Das Konzept ist viel mehr, einheimische christliche Werke und Kirchen in ihren Aktivitäten zu begleiten und zu fördern und die Gaben einheimischer Christen für den Dienst zu nutzen.

Neben Inter-Mission Deutschland (www.inter-mission.de) mit Sitz in Hannover ist 1987 die Inter-Mission Schweiz (www.inter-mission.ch) mit Sitz in Liestal als eigenständiger Verein entstanden. Neben den ca. 25 Partnerwerken in Indien bestehen als direkte Schwesterorganisationen IMI (Inter-Mission India) in Madras, IID (Inter-Mission Industrial Development Association) in Madras und IMCARES (Inter-Mission Care and Rehabilitation Society) in Bombay.

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