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special// glücklich.
Mal'n anderes Programm gefällig?
Was riskieren, wenn dich dein Leben langweilt
Bei dir ist eigentlich alles easy. Aber wenn du ehrlich bist, ödet dich dein Alltag an? Wie wär's dann mit einer neuen Herausforderung! Boppi darüber, warum Abenteuer zum Glücklichsein dazu gehören
Ich liebe Abenteuer: in Filmen, Büchern, vor allem aber auch in meinem eigenen Leben! Wer tut das schon nicht. Jeder, der insgeheim kein Abenteurer ist, ist schlicht zu feige, einer zu sein. Früher waren es vielleicht noch Pippi und Mickey, heute sind es James Bond und Indiana Jones. Aber im Kern bleibt es dasselbe: Der Mensch ist, seit er in diese Welt reingestellt wurde, zum Entdecken geboren und das wird sich nie ändern. Das Leben an sich ist sowieso von Anfang bis Ende auf Entdecken und ständiges Lernen ausgerichtet. Schon Adam wurde von Gott losgeschickt, um die Erde zu entdecken! Und wenn wir unsere Zukunft auf der neuen Erde betrachten, dann steht in der Bibel in Epheser 2,6-7, dass wir in den Himmel eingesetzt werden, damit Gott uns in den kommenden Zeiten den Reichtum seiner unendlichen Gnade »erzeige«. Wir kriegen in unserem ewigen Leben nicht bloß einfach einen gleichbleibenden Status der Allwissenheit, sondern werden auch im Himmel noch Entdecker sein und lernen.
Entdecke den Abenteurer
Denn ein Gott, der den Mumm hat, eine Welt voller Menschen zu schaffen, die einen freien Willen haben, der so weit geht, sogar ihn selbst als Schöpfer ablehnen zu können, ist selbst ein wahrer Abenteurer. Einer, der nicht vor unbequemen Situationen zurückschreckt. Wieso soll dieser Schöpfer, der das Leben so geschaffen hat, dass auch wir kreativ sein können, dieses Element plötzlich nicht mehr haben wollen? Nichts deutet daraufhin! Nur ist es für heutige Generationen gar nicht mehr so einfach, Abenteurer und Entdecker zu sein – da man leicht den Eindruck gewinnen könnte, es wäre alles Erfindbare bereits erfunden, alles Entdeckbare schon entdeckt und alles Unmögliche längst geschafft! Vielleicht nehmen deshalb die Versuche, irgendwo doch mal was zu tun, das noch nie jemand zuvor getan hat, so irrwitzige Formen an. Du weisst nicht, was ich meine? Da wär zum Beispiel der, der ohne jegliche Sicherung Fassaden von riesigen Hochhäusern emporklettert. Oder hast du schon von dem neusten Trend gehört, sich die Augen zu tätowieren? Und von den Casting-Shows rede ich gar nicht erst. Dieser Drang nach Abenteuer schlummert genauso in dir, wie auch in mir und in Mr. Bond.
Statt das Herz zu betäuben
»Warum soll ich mich denn persönlich überhaupt auf Abenteuer einlassen?«, ist vielleicht deine Frage. »Kann ich nicht einfach ein bisschen an Gott glauben und gemütlich in meinem Nest sitzen bleiben, wo ich mich doch gerade so friedlich eingekuschelt habe?« Kannst du. Nur wird sich früher oder später eine Unzufriedenheit in deinem Leben ausbreiten, wie ein Algenteppich bei günstigen Bedingungen im Mittelmeer. Oder dein Herz wird – ohne dass du es merkst – emotional abstumpfen, wenn es nicht kriegt, wonach es sich sehnt. Reiner Schutzmechanismus. Denn deine Seele und dein Herz sind von Gott her auf Abenteuer geeicht.
Aufs pralle Leben gepolt
Schon im 5. Buch Mose ist immer wieder die Rede davon, dass wir Gott dienen und ihn lieb haben sollen, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller Kraft. Jesus selbst hat uns das auch als den höchsten Auftrag gegeben (Matthäus 22,37). In meinen Ohren klingt das extrem powervoll und nicht so nach Kuschelnest. »Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers; das Netz ist zerrissen, und wir sind frei« (Psalm 124,7). Scheinbar will diese Seele nicht einfach friedlich in einem Nest, oder irgendwo in einem Käfig sitzen. Sie möchte frei sein, fliegen, erleben und entdecken. Klingt bei diesem Bild vom Fliegen nicht auch etwas in deinem Herzen an? Psalm 42,2-3 drückt diese Sehnsucht aus, mit Gott unterwegs zu sein, mit ihm was zu erleben: »Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.« Das riecht stark nach Leben, nach Erleben, nach Sehnsüchten und deren Erfüllung.
Was riskieren
Jeder tolle Theologe kommt nicht drumrum zu gucken, wie Jesus gelebt hat. Wie hätte ein Nest-Kuschel-Jesus seine Freunde rekrutiert? »Hey, Andreas – glaub an mich!« Und Andreas hätte sich friedlich kurz in seinem Fischerboot, halb dösend auf einem Haufen streng nach Fisch riechender Fische aufgerichtet, um Jesus ein: »Ja Meister, ich glaube an dich!« zuzuhauchen. Dann hätte er sich erschöpft und selig wieder auf seinen Fischberg zurücksinken lassen, um sich da seinen Tagträumen von einer eigenen Fischereifabrik mit bequemem Schreibtischjob hinzugeben. Nur: Jesus war und ist kein Nest-Kuschel-Jesus, sondern ein absoluter Abenteurer. Er forderte die Mitglieder seiner zukünftigen Crew mit den Worten heraus: »Folge mir nach!« Und das ist weit mehr, als einfach nur »glaube an mich«. Nachfolgen heisst, Dinge verlassen, die einem vielleicht lieb geworden sind, die Dinge tun, die man auch Jesus tun sieht … »das Kreuz auf sich nehmen«, wie Jesus selbst auch mal treffend formulierte (Lukas 9,23). Und natürlich: Ganz viel Abenteuer! Denn Abenteuer beginnt immer erst, wenn wir den Schritt aus unserem bequemen Nest heraus machen.
Und nix bereuen
Für mich beginnen auch immer dann die spannendsten Abenteuer meines Lebens, wenn ich mich mutig auf Gottes Führung verlasse. Das war z. B. damals so, als mich Gott herausforderte, meinen Lehrerjob an den Nagel zu hängen und für ihn als Prediger in Europa unterwegs zu sein – und tatsächlich funktioniert es. Ich merke erst im Nachhinein, dass es genau das ist, wonach mein Herz sich insgeheim sehnt! Oft war ich unsicher. Nicht selten stand ich ängstlich vor scheinbar unüberwindbaren Bergen. Aber noch nie habe ich es bereut. Denn jedes Mal wartete nach meinen ersten Schritten ein ausgewachsenes und unbeschreibliches Abenteuer auf mich, das sich unvergesslich in meine Lebensgeschichte einbrannte und mich überhaupt erst zu dem gemacht hat, was ich heute bin.
Danach sehnt sich unser auf Entdeckung und Abenteuer gepoltes Herz eigentlich. Irgendwo muss jeder einen Bereich in seinem Leben haben, in dem er völlig ausbrechen und dieses Abenteuer leben kann, sonst verkümmert dieser Herzenspart und wir werden gleichgülitg. Oder unser Herz sucht sich anderweitig Erfüllung, die nicht hält, was sie verspricht.
Keine Angst!
Vermehrt begegne ich Menschen, die ihren Lebens-Geschmackssinn auf Fast-Food eingestellt haben und sämtliche Würze des Lebens zwecks Risiko-Minimierung aus dem Menüplan gestrichen haben. Sie haben ihren Entdeckergeist aufgegeben, ignorieren den natürlichen Drang nach Abenteuern, der in ihnen pulsiert – und haben sich resigniert irgendwo hingepflanzt, nach dem Motto: Wer nicht aufsteht, kann auch nicht umfallen! All denen gilt: »Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst, und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst« (Josua 1,9)!
Mit dem Meister-Abenteurer los
Amerika, der Mount Everest, der Mond: nichts wurde entdeckt, bezwungen oder erflogen, indem einfach darüber nachgedacht oder diskutiert wurde, dass man dazu fähig wäre, wenn man nur wollte. Immer waren es mutige Menschen, die sich und ihr Herz in Bewegung setzten! Und auch heute gibt es »Berge« zu erklimmen und »Meere« zu ersegeln! Und dabei gilt es, der Stimme Gottes mehr zu gehorchen, als anderen Menschen (Apostelgeschichte 5,29). Mir wurde von Lehrern gesagt, dass ich meinen Schreibstil ändern muss. Leider drückte sich diese Lehrerüberzeugung nicht selten in der Benotung meiner Arbeiten aus. Gott hat das anders gesehen, weshalb ich bereits drei Bücher schreiben durfte und – noch krasser – bei teensmag Buchstaben wälzen darf. Schreiben ist für mich Abenteuer pur. Gott ist bereit, mit dir Seite an Seite durch dein persönliches Abenteuer-Leben zu gehen, deinen persönlichen Berg zu erklimmen, Neuland zu entdecken und abzuheben – und er hat Mut für zwei!
Die Frage ist nur, bist du bereit, es mit ihm zu wagen? Und wo ist dein persönliches Abenteuer-Feld?
Text_Andreas (Boppi) Boppart lässt seinem Abenteuerherzen freien Lauf!
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