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Aus teensmag 6/2010 - teensmag.net

Wohin unterwegs?
Der Geheim-Tipp für die Reise deines Lebens

Für alle, die noch unschlüssig sind, in welche Richtung ihr Leben gehen soll, hat Tobi Schöll eine Empfehlung für den allerbesten Reiseleiter, den er kennt. Sich ihm anschließen und losleben...

Ich könnte kotzen! Jetzt. Auf meinen Laptop. Denn ich habe vor ein paar Monaten eine Entscheidung getroffen, die das Risiko beinhaltete, krank zu werden und nun ist es so weit. Aber ich bereue nichts! Doch von vorne: Es war Mai, als meine Frau Jana und ich über unseren Sommerurlaub nachdachten. Wir hatten ganze 3 Wochen zur Verfügung und wollten so richtig weit weg fliegen. Also fi ngen wir an zu träumen: Indien! Doch Indien war uns doch ein wenig zu chaotisch. Südafrika! Aber Südafrika war uns dann zu kalt. Namibia! Namibia sollte total super sein. Also schauten wir uns bei Google Fotos von atemberaubenden Sanddünen und spannender Wüstenödnis an und waren begeistert, bis wir erfuhren, dass es auch dort während unseres Sommers kalter Winter war. Also was tun? Die Zeit rannte uns langsam davon, die Flüge nach Afrika wurden immer teurer und wir wussten noch immer nicht, wie unser Sommerurlaub aussehen sollte.


Risiko-Wahl
Es musste eine Entscheidung her. Doch Entscheidungen, die unsere Zukunft betreffen und bei denen man auch noch richtig Geld in den Sand setzen kann, weil man vorher nicht weiß, ob es die richtige Entscheidung ist und es sich lohnt oder nicht, sind ganz besonders schwer zu treffen – finde ich zumindest. Auf jeden Fall schwerer als die Überlegung: »Kauf ich jetzt’n Magnum oder ’n Flutschfinger? « Wenn wir uns noch länger darum gedrückt hätten, wäre es bald zu spät gewesen für ein großes Abenteuer in Afrika. Wir mussten dringend etwas entscheiden – und dann taten wir es! Das Ergebnis: Jana und ich hatten einen super coolen und extrem abenteuerlichen Urlaub in Tansania und Kenia. Zurück Zuhause sind wir zwar beide krank, aber es hat sich absolut und hundertprozentig gelohnt! Im Nachhinein wissen wir: Das war die richtige Entscheidung für unseren Sommerurlaub.


Die alles entscheidende Frage
Doch ehrlich gesagt, müssen wir manchmal auch wichtigere Entscheidungen treffen, als die Urlaubs- Entscheidung über Sommer und Silvester. Manche Entscheidungen betreffen nicht nur drei Wochen meines Lebens, sondern mein GANZES Leben! Zum Beispiel die Frage, auf welche Schule ich gehe, welche Ausbildung ich machen will, oder welche Frau ich heiraten möchte. Puh! Alles spannende Fragen und je nach dem, wie ich mich entscheide, wird sich mein Leben anders entwickeln. Ich hab keine Ahnung, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich noch Single wäre, aber es wäre defi nitiv komplett anders und die Entscheidung, vor dem Altar auch wirklich »Ja, ich will« zu sagen, war voll krass! Aber die alles entscheidende Frage in meinem Leben lautete nicht: »Willst du, Tobias Schöll, Jana zu deiner Frau nehmen?«, sondern: »Willst du, Tobias Schöll, dein Leben mit Jesus leben?« Das war die krasseste Entscheidung überhaupt in meinem Leben und sie hat mein Leben so stark beeinfl usst, wie keine andere Entscheidung mehr danach!


Besser geht nicht
Seitdem weiß ich zum Beispiel, dass ich einfach nie, nie, nie wieder alleine bin, sondern das mächtigste Wesen des Universums zum Freund und Vater habe, er mich für wertvoll erachtet und mich bedingungslos liebt. Diese Erkenntnis macht mich mutig und stark. Und seit der Entscheidung habe ich abgefahrene Wunder erlebt und immer wieder gesehen, wie Gott mein Leben genial geführt hat. Besser hätte ich mein Leben von selbst nie und nimmer leben können. Er hat den Überblick und das mach ich mir seitdem mehr und mehr zu nutze.


Mutig das Beste suchen
Manche Menschen denken ja, dass man um diese Frage rum kommt. Das man sich bei dieser einen Frage einfach nicht entscheiden muss. Ehrlich gesagt, ich fi nde das komisch. Denn ich muss mich doch ständig entscheiden, damit mein Leben weitergeht. Und zwar so, wie ich denke, dass es am besten für mich ist. Ich muss mich entscheiden, ob ich abends Zähne putze (um langfristig gesunde Zähne zu haben) oder nicht, ob ich die Hausaufgaben mache und auf die Klassenarbeit lerne (um meine Chancen auf einen guten Schulabschluss und einen Ausbildungsplatz zu steigern) oder eben nicht, ob ich Döner mit oder ohne scharf esse. Ich entscheide mich ständig. Auch wenn ich als Bräutigam vor dem Altar stehe, sag ich zum Pfarrer bei der alles entscheidenden Frage ja auch nicht »Mmh, vielleicht – frag mich noch mal, wenn ich alt bin«. Nur wenn es um Jesus geht, da sagen Leute so komische Sachen.


Weil es dein Leben ist!
Ich glaube, dass es nicht darauf ankommt, an einem bestimmten Tag zu sagen »Heute entscheide ich mich für Jesus«. Bei manchen läuft das so. Bei manchen läuft es als Entscheidungsprozess ab – mal ein kurzer und mal ein langer. Aber am Ende ist es wichtig, dass ich mich entscheide und sagen kann »Nein, ich will nichts mit Jesus zu tun haben «, oder »Ja, ich will zu Jesus gehören«. Es bringt nichts, wenn meine Eltern diesen Satz sagen können, oder meine beste Freundin. Nein, es ist meine und es ist deine Entscheidung. Und es ist eine wichtige, denn Jesus will eine Beziehung mit dir höchstpersönlich und durch diese Beziehung dein Leben aufs Beste mitbestimmen. Dein ganzes Leben. Für unseren Urlaub wollten wir uns für das beste Land entscheiden. Für das spannendste, das wärmste, das mit dem weißesten Strand und dem blausten Ozean. Wir haben lange für die Entscheidung gebraucht und haben uns vorher gut informiert. Und bei unserem Leben sollten wir es doch erst recht genau so machen!


Gute Gründe gibt’s genug
Such dir das Beste für dein Leben aus. Informier dich, was das Beste ist und entscheide dich dafür! Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst, aber entscheide dich, weil es dein ganzes Leben – und sogar die Zeit danach – bestimmt. Ich glaube, dass die Entscheidung für Jesus die Beste ist. Das glaube ich. Obwohl die Entscheidung für Jesus nicht gleichzeitig bedeutet, dass jetzt alles in meinem Leben nur noch super glatt läuft. Ich werde trotzdem krank, schreib schlechte Noten und habe Beziehungsstress und es kann sogar passieren, dass man für diese Entscheidung dumm angemacht, oder sogar zum Außenseiter wird. Und trotzdem: Keiner kann mir dieses Gefühl ersetzen, wenn mir meine Schuld vergeben ist und ich wieder neu anfangen kann. Keiner kann mir die Gewissheit nehmen, nach dem Tod nicht tot zu sein, sondern weiter zu leben. Keiner kann mein Herz so mit Liebe füllen, das es überläuft. Keiner. Nur er. Aber dass ich das glaube, bringt dir überhaupt nichts! Es war meine Entscheidung und vielleicht ist es an der Zeit, dass auch du über eine Entscheidung nachdenkst?


Nachfragen, festlegen
Ein »vielleicht« ist auch eine Entscheidung. Nur eine, die deine Wahl aufschiebt. Hätten Jana und ich einfach immer gesagt, wir fl iegen vielleicht, dann wären wir am Ende nicht gefl ogen. Irgendwann mussten wir ja sagen oder eben nein. So war es auch bei mir und Jesus und so ist es auch bei dir und Jesus. Die Entscheidung ist vielleicht nicht einfach, aber in der Bibel können wir uns darüber informieren, was es bedeutet, sein Leben mit Jesus zu leben. Ich mach dir Mut: Informier dich über Jesus in der Bibel, rede mit Menschen, die sich für Jesus, oder auch gegen Jesus entschieden haben. Frag sie nach ihren Gründen und Argumenten für ihre Entscheidung und wie das Leben so ist, mit ihm oder ohne ihn. Und am aller wichtigsten: Rede einfach mal selber mit Jesus und frag ihn, was er über dich denkt und was er mit dir vorhat, falls du ja sagen würdest.


Weil es sich so lohnt
Ein bisschen heiraten geht nicht. Man kann auch nicht halb nach Afrika fl iegen. Entweder man sitzt eines Tages im Flieger, oder man sitzt nicht drin. Und die Frage an dich lautet heute: Willst du dein Leben mit Jesus leben, oder willst du es nicht? Ein bisschen gibt’s nicht. Halb geht auch nicht. Du kannst Ja, Nein oder »ich muss noch mehr wissen « sagen. Oder »ich bin noch unsicher, aber ich überleg’s mir«. Egal in welcher Phase deines Entscheidungsprozesses du dich gerade befi ndest, eine wichtige Info gibt’s hier gratis noch zum Abschluss: Wir wollten das Beste für unseren Urlaub. Wer das Beste für sein Leben und die Zeit danach will, der merkt sich diesen Satz aus der Bibel: »Denen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen« (Römer 8,28).



Text_Tobi Schöll hat sich mit 14 für Jesus entschieden und es nie bereut!