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Ist Gott ein Luftballon?

Arno Backhaus, ein E-fun-gelist aus Nordhessen, fällt auf: des Öfteren liegt er mit am Körper befestigten Luftballons in Deutschlands Fußgängerzonen und stellt sich tot.
Vor ihm steht oder liegt ein Schild, auf dem so etwas steht wie: "Alles in dieser Welt zerplatzt wie ein Luftballon" oder "Denke über den Tod nach - damit du klug werdest. (Jesus)"


Was bitte hat mein Leben mit Luftballons zu tun?
Während Arno bei einem Jugendgottesdienst in Greifswald predigt, hängen auch an seiner Kleidung Luftballons.
Er spricht und es macht *peng*. Er spricht weiter und es macht wieder *peng*.
Ein Luftballon nach dem anderen zerplatzt. Übrig bleiben nur bunte Fetzen an seiner Kleidung.
*peng*, *peng*, *peng* - und jedes Mal erschrecken die Zuhörer. Was soll das alles?
Arno will mit seinen Aktionen erreichen, dass die Menschen anfangen, nachzudenken. Über Gott und über ihr Leben.

Die Ballons sind ein echt gutes Bild für all das, woran ich mein Herz hänge, was mir wichtig ist und alles, was ich für mein Leben erwarte und zu erreichen versuche. Ein Ballon heißt natürlich Geld, ein anderer heißt Freundschaft, Anerkennung, ein toller und kreativer Beruf, ein eigenes Auto, eine intakte Familie, Spass und und und.

Das alles versuche ich irgendwie in mein Leben, in die kurze Spanne zwischen Geburt und Tod zu quetschen. Es gibt dazu bei Youtube ein echt cooles Video, in dem drei Leute versuchen, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu „bauen“:


Bei vielen Menschen spielt Gott in ihrem Leben einfach keine Rolle und der Tod ist das endgültige Ende. Das Ende, über das sich jeder irgendwann in seinem Leben einmal Gedanken macht.

Genau das erwartet nicht nur Arno Backhaus von uns, sondern auch und besonders Gott verlangt das von uns! Wir sollen über das, was nach dem Leben passieren und nicht passieren wird, nachdenken. Nicht erst, wenn es zu spät ist!
Ein Psalmbeter in Psalm 90 Vers 12 bittet Gott: "Mach uns bewusst, wie kurz unser Leben ist, damit wir endlich zur Besinnung kommen!"  

Viel Geld, teure Klamotten, Autos, der Beruf, ja, selbst die Familie und Freunde sind irgendwann einmal weg. Wenn ich alles, was ich attraktiv finde, in mein Leben zu quetschen versuche, ist ja klar, dass irgendwann der eine oder andere Traum platzen wird. Aus und vorbei - wie ein zerplatzter Luftballon. Und am Ende stehe ich vor den Fetzen meines Lebens.
Es bringt mir einfach nichts, wenn ich all diesen Dingen hinterher renne. Nichts davon hat Bestand. Nur eines lässt sich nicht zerstechen wie ein Luftballon - Gott.

Das ist dem Psalmisten wohl auch klar. Und er hat dafür in weiteren Versen eindrückliche Beispiele. Unter anderem heißt es dort: "Du, Gott, warst schon, bevor die Berge geboren wurden und die Erde unter Wehen entstand, und du bleibst in alle Ewigkeit."  

So sehr ich auch auf Gott einsteche und ihn verletze mit dem, was ich tue und sage, es ist zwecklos, ihn kann ich nicht zerstechen. Als Luftballon wäre Gott einfach unkaputtbar! Er ist immer um mich herum - im Gegensatz zu vielen Luftballons, die schnell mal unter großem Geschrei aus ungeschickten Kinderhänden in Richtung Himmel verschwinden. Gott geht niemals die Luft aus. Und er kann mich sogar tragen – versuch das mal mit einem Luftballon!

Nein, ein Luftballon oder ein Luftgespinst ist Gott wirklich nicht. Aber - zum Nachdenken hat Arno mich mit seiner Ballon-Botschaft auf jeden Fall gebracht. Gott sei Dank dafür!

Nadine


Leid
Wenn es einen Gott gibt, wie kann er dann so viel Leid zulassen? Dieser Artikel will Antworten geben >>

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