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Prinz Kaspian und der Löwe von Narnia

Bald hat das Warten vieler Fantasy-Fans ein Ende und die zweite Folge der „Chroniken von Narnia“ wird in den deutschen Kinos Premiere haben. Was bei dem ganzen Spektakel im Vorfeld des Kinostarts ein wenig unter geht, ist wer Autor C.S. Lewis eigentlich war. Lewis war einer der bedeutendsten christlichen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Buch „Pardon, ich bin Christ“ ist auch in Deutschland zu einem Klassiker geworden (Buch erhältlich unter soulbooks.de). Der ehemalige Skeptiker bringt dabei Argumente auf, die schon viele Atheisten ins ernsthafte Grübeln gebracht haben. Auch, dass der Chef der Produktionsfirma „Walden Media“, Phil Anschutz, Christ ist, wird kaum oder wenn, dann eher negativ bewertet.

Die Parallelen zum Christentum sind auch in der zweiten Folge unübersehbar. Auch wenn im Film direkt keine Verbindung hergestellt wird, die Grundüberzeugungen des christlichen Glaubens springen geradezu ins Auge. Seit der letzten Folgen sind in Narnia 1.300 Jahre vergangen. Auf der anderen Seite des Wandschranks leben Peter, Susan, Edmund und Lucy im England der 40er Jahre. In Narnia haben sich mit der Zeit auch die Verhältnisse geändert. Eine neue böse Macht, das menschliche Volk der Telmarer, unterdrückt die Geschöpfe von Narnia. Auf der Suche nach Rettung bläst Prinz Kaspian, der Neffe des bösen Herrschers Miraz in das magische Horn, das die vier Kinder wieder nach Narnia bringt. Sie sind bereits Könige von Narnia müssen aber in der neuen Folge beweisen, dass ihr Vertrauen ganz in dem ewigen Herrscher von Narnia, dem Löwen Aslan liegt.

„Der Film ist wahrscheinlich ein wenig düsterer und härter als der letzte Film. Zum Teil liegt das daran, dass die Kinder älter geworden sind, was die Geschichte automatisch älter werden ließ“ sagt Andrew Adamson, Regisseur des Films und Sohn von christlichen Missionaren. Es gibt eine große Schlacht zwischen Telmarern und den Geschöpfen Narnias, die ähnlich spektakulär ist wie die großen Schlachten in „Herr der Ringe“.

Wieder ist es Aslan der Löwe, der zur entscheidenden Figur wird. Die Analogie zu Jesus Christus ist unverkennbar. Im ersten Teil rettete er Narnia durch seinen Tod. Durch seine Auferstehung brachte er den endgültigen Beweis seiner Herrschaft, auch über den Tod. In Narnia wurde Aslan nun 1000 Jahre nicht mehr gesehen. Die Kinder sind diejenigen, die begreifen, dass nur Aslan den wirklichen Sieg in der Schlacht um Narnia bringen kann. Vor allem Lucy, die jüngste, weist die anderen immer wieder darauf hin, dass er die Antwort ist. Die anderen Kinder schenken ihr erst allmählich Glauben. Lucy sagt: „Ihr redet wie die Erwachsenen“. Sie müssen lernen, dass es erst besser wird, als sie ihre Hoffnung ganz auf ihn setzen.

Prinz Kaspian ist so verzweifelt, dass er versucht einen Bund mit der bösen Hexe Jadis einzugehen. Sie flüstert den Menschenkindern ein: „Ihr wisst, dass ihr ohne meine Hilfe nichts tun könnt“. Erst Aslan kann die Schlacht entscheiden. Durch einen Hauch aus seinem Mund spült das Flusswasser die Armee der Bösen hinweg. Das erinnert stark an die Teilung des Roten Meers, durch das Gott die Israeliten vor den Ägyptern rettet. Auf der anderen Seite des Flusses errichtet Aslan sein Friedensreich. Der Mäuserich „Fitzeflink“ wird auf einer Bahre zu Aslan gebracht und geheilt wie der Lahme im Markus' Evangelium. Alle huldigen dem Herrscher Narnias.

Schließlich müssen die Kinder wieder zurück in die Welt aus der sie kamen. Aslan sagt ihnen, sie sollten die Dinge die sie in Narnia gelernt haben, in London anwenden. Die Kinder stehen also wieder an der Londoner 'Tube' und haben ihre Kämpfe im Alltag. Schulranzen und der Umgang mit nervenden Mitschülern statt Kampf mit den Telmarern heißen die neuen Herausforderungen. Aber das, was sie in Narnia erlebt haben, gibt ihnen Mut auch diesen Kampf zu kämpfen. Sie wissen, dass Narnia und der Friedefürst Aslan real sind. Das gibt ihnen Kraft und Mut.

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