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TeenStreet 2008 - BlindSight

Blindsight. Blinde Sicht. Klingt unlogisch, oder? Und dennoch war’s das Motto von TeenStreet. Ein Motto, das mir im Kopf hängen geblieben ist.

Meine Reise nach Oldenburg begann am Samstagmorgen. Als Hamburger hatten meine Freundinnen und ich einen verhältnismäßig kurzen Weg. Viele der mehr als 3000 Jugendlichen, die sich ganz neu für ihr Leben und ihren Glauben inspirieren und ermutigen lassen wollten, kamen von viel weiter her: Aus ganz Europa kamen Leute! Mehr noch: Auch Amis waren dabei und tatsächlich Südkoreaner! Eigentlich sollte man anhand des Badgeholders erkennen können, wer woher kam. Doch es wurde zum Volkssport, sie gegen andere zu tauschen – Verwirrung war vorprogrammiert! Und so kam es, dass wir von Deutschen auf Englisch angesprochen wurden oder Deutschen auf Englisch antworteten. Meine Mädels trugen nach ein paar Tagen auch die niederländischen, knallorangefarbenen Bänder. Oder die grünen für die Iren. Ja auch die rot-weißen der Dänen hatten sie um ihre Nacken.

Der Tagesablauf war klar gegliedert. Zwischen Frühstück, Mittag- und Abendessen gab es unterschiedliche Punkte, die erst einmal niemand verstand: Was ist Shh 0.5? Oder Interact 1.0, Interact 2.0 und Interact 3.0?

Zur Aufklärung: Shh-Zeit bedeutete, dass alle auf dem Gelände für eine halbe Stunde (0.5!) still sein sollten. Für Mädels ganz schön anstrengend – umso überraschter war ich, wie gut es klappte, gerade in der riesigen Mädchenunterkunft, einer Halle mit mindestens 1000 Mädchen.

Interact 1.0 und 2.0, das war der freie Nachmittag. Da konnte jeder über Themen diskutierten, die ihn oder sie interessieren, z. B. Sex oder Image. Wer wollte, konnte Seminare besuchen – die fielen diesmal allerdings etwas mau aus, finde ich. Wir konnten konnte den freien Nachmittag auch dazu nutzen, auf dem Gelände Sport zu machen, uns künstlerisch zu betätigen oder um ein bisschen in Oldenburg zu shoppen.

Highlights waren die Abende: Erst gingen die Meisten beim Throne Room zur Lobpreismukke ab, danach gab’s die Möglichkeit, in der Chill-Out-Lounge in der Strandliege einen Cocktail zu schlürfen, draußen Pommes zu futtern oder auch zur Mukke eines DJ’s zu tanzen.

Die Hauptveranstaltung – sie hieß Blindsight, womit wir wieder bei diesem verwirrenden Begriff sind – bestand aus rockiger Musik, knackigen Messages, coolen Videos und kreativen Spielen – Tetris mit Menschen oder eine Dusche mit Essensresten sind da nur zwei Beispiele. Josh und Debs Walker waren die Hauptredner der Gottesdienste, es gab aber auch ein paar andere Sprecher und Sprecherinnen vorne – wahre Eyecatcher! Richtig coole Leute, bei denen das Zuhören richtig Spaß gemacht hat.

Aber was hat es denn nun mit der „blinden Sicht“ auf sich? Wir haben uns die Person Paulus angeguckt. Saulus kannte eine ganze Zeit lang zwar das Alte Testament, allerdings nicht den Gott dahinter. Er konnte sich nicht vorstellen, dass das Gottesbild der Christen richtig ist, weshalb er sie mit außerordentlichem Hass verfolgte. Gott jedoch wollte ihn für sich gewinnen, machte ihn blind und sprach zu ihm. Saulus wurde zum Paulus – aufgrund seiner Blindheit hat er Gott erfahren und ihn erst dann gesehen.

Malin Daginnus

P.S.: Alles in Allem war das eine richtig gute Woche. Ich durfte eine richtig gute Zeit mit meinen Freundinnen erleben und Ermutigung für mein Leben erfahren. Nächstes Jahr TeenStreet in Offenburg ist auf jeden Fall eine Überlegung wert!

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