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 Bin ich schön, so, wie ich bin?

Meine Freundin Julia und ich rennen schon fast panisch durch die Hamburger Innenstadt. „Oh wow, guck mal, wie cool die aussieht…und boah, krass, das Outfit ist ja richtig stylisch. So will ich auch aussehen.“

Mit jedem hübschen Mädchen, das an uns vorbei läuft, sinkt mein Selbstwertgefühl noch ein Stückchen tiefer in den Keller. Ist ja auch klar: ich hab zugenommen und passe halt lange nicht in so kurze Röcke oder in die stylischen Röhrenjeans.

Jungs scheinen sich auch nicht nach mir umzudrehen.

In den richtig coolen Läden können sich weder Julia noch ich etwas leisten, denn Mode kostet auch ihr Geld. Total frustriert legen wir uns an die Alster. Es ist warm und eigentlich hätte ich Lust auf ein Eis. Ich kaufe mir aber keins - der Figur zuliebe…

Warum machen wir uns so verrückt? Gerade als Christen müsste uns doch klar sein, dass wir von Gott geliebt werden, so wie wir sind. Viel geben wir auf diese Tatsache aber offensichtlich nicht. Wichtiger scheint es zu sein, dass andere Menschen uns cool finden.

Mein Selbstwertgefühl jedoch von solchen Dingen abhängig zu machen ist gefährlich! Es macht einfach unglücklich. Denk doch mal drüber nach: Wie lange begeistern dich neue Klamotten? Ein paar Tage? Eine Woche? Dann brauchst du wieder Nachschub in deinem Tank. Gott will aber, dass du rund um die Uhr zufrieden mit dir bist. Er hat sich dich doch so grandios ausgedacht! Als Gott dich erschaffen hat, dachte er sich garantiert: „Das ist aber mal ein enorm schöner Mensch geworden“. Und er hat sich auf die Schulter geklopft…

Wenn du aber morgens in den Spiegel guckst, bin ich mir sicher, dass du so etwas nicht denkst. Ehrlich gesagt tue ich das auch nicht. Aber warum denn nicht? Ganz einfach. Weil wir uns total daran messen, was unsere Gesellschaft uns als schön verkauft und nicht daran, wie wunderbar wir eigentlich wirklich sind. Wer sagt denn, dass super dünne Beine toll sind, oder dass man immer mit der Mode gehen muss, um gut auszusehen? Das lassen wir uns von Modezeitschriften oder sonstigem einreden.

Wenn wir aufhören, uns an den äußeren  Maßstäben zu messen, und Gottes Sicht auf uns als Maßstab ansehen, dann können wir glücklich werden. Da bin ich mir ganz sicher! Gott will deinen Tank dauerhaft mit seiner Liebe für dich auffüllen. Du, und auch ich, müssen das „nur“ zulassen.

 

Anna Schmidt
















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