Gottes Kicker- Leidenschaft im Fuß und Herz
90 Minuten Pulsrasen, tausende Fans im Stadion rufen nur einen Namen und der wichtigste Schuss zum Sieg fällt - ob Bordon, Zé Roberto, Cacau oder Kaká - eines haben sie alle gemeinsam: Sie lieben dieses Gefühl. Sie lieben Fußball. Auf dem Platz geben die Vier ihr Bestes. Hartes Training und viel Arbeit müssen sie in ihren Traumberuf Fußballer investieren - wie jeder andere auch. Doch etwas ist anders bei ihnen - oder besser gesagt: in ihnen.
Sie sind nur ein Beispiel für Fußballer in Deutschland und Europa, die von sich sagen, dass Gott sie liebt und der Heilige Geist in ihnen lebt. Und das ganz offiziell!
Auf der Internetseite des Stuttgarter Stürmers Cacau ist auf den ersten Blick kein Bild eines tollen Spielers zu sehen, der sich gekonnt an seinen Gegnern vorbeistiehlt und einen abgefälschten Pass perfekt in die linke Ecke des Tores katapultiert. Zu sehen ist ein Cacau dessen Blick Richtung Himmel geht und der mit seiner Gestik Gott für seine Hilfe dankt.
Als er 13 Jahre alt war, kam Cacau in Brasilien zum Glauben an Gott. Bis zu diesem Tag dachte er, dass Fußball der Sinn seines Lebens sei. Heute lebt er mit Jesus als Retter an seiner Seite. Doch obwohl er seinen Glauben in seinem Beruf nicht ausgrenzt, versucht er in seiner Mannschaft niemanden mit diesem Thema durch ständige Glaubenslehre zu bedrängen.
Auch Marcelo Bordon ist in Brasilien aufgewachsen und hat dort Gottes Wirken in seinem Leben gespürt.
Seit 2004 spielt der 32-Jährige beim FC Schalke 04. Zusammen mit rund 100 aus Brasilien stammenden Sportlern ist der Schalker Mannschaftskapitän Mitglied der „Atletas de Cristo“ – also „Sportler für Christus“. Ihr gemeinsames Ziel lautet: Jesus nachfolgen und in der Liebe zu Ihm und dem Nächsten wachsen.
Bordon lebt nun seit 14 Jahren als Christ. Er saß in der letzten Reihe einer kleinen Kirche in Sao Paulo, als er eine plötzliche Hitze in den Beinen spürte. Seine Füße begannen wie von selbst auf den Boden zu stampfen, erst langsam, dann immer schneller. Dies war für den Abwehrspieler des FC Schalke 04 die erste Begegnung mit dem Heiligen Geist. Gottes Wirken bleibt auf Schalke auch nicht aus. Neben der eigenen Stadionkapelle gibt es nun seit Juli dieses Jahres für die Fans des Gelsenkirchener Vereins eine sogenannte Schalke-Bibel. In dieser stehen keine Tipps, wie man Fußballer des Jahres wird oder die besten Schwalben ausführt.
Neben dem Alten und Neuen Testament erzählen in der Schalke-Bibel Präsident Josef Schnusenberg, Manager Andreas Müller, Marcelo Bordon und andere Spieler des FC Schalke in ganz persönlichen Geschichten von ihren Erfahrungen mit dem Glauben an Gott. Mit „Kevin allein Zuhaus“ beispielsweise beschreibt Vize-Europameister Kevin Kuranyi, wie sehr die Enttäuschung der verpassten Fußball-WM im eigenen Land 2006 an ihm genagt hat, aber auch, wie hilfreich er gerade in solch schwierigen Phasen des Lebens den Glauben an Gott empfindet.
Es sind kleine Schritte, die mit Hilfe von Christen im Fußball gegangen werden. Aber sie zeigen, dass Gott auch in einer Welt Zeichen setzt, in der es bisher für ihn keinen Platz zu geben schien.
Und Gottes Kicker zeigen: Gott spielt Fußball mit Leidenschaft und mit Hilfe seiner Männer auf dem Platz kann er Herzen begeistern.
Julia Zimmermann