Halloween – Kult oder okkult?
Am 31. Oktober ist Halloween. Das Fest, dass wir Deutschen noch vor ein paar Jahren kaum kannten, wird auch bei uns immer beliebter. Doch wie gehen wir als Christen damit um? Mitfeiern oder besser zu Hause bleiben?
In ein paar Tagen ist es wieder soweit. Halloween! Alle zehn Minuten wird es wieder an meiner Wohnungstür klingeln und eine Hand voll frecher Kinder starrt mich erwartungsvoll an und bringt maximal drei Worte heraus: „Süßes oder Saures!!!“ Das ist noch der beste Fall. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit sagen sie gar nichts, sondern schenken mir Blicke irgendwo zwischen „Ich geh’ hier nicht eher weg, bis ich nicht mindestens zwei Kilo Schokolade von dir bekommen habe!“ und „Süßigkeiten her oder ich zünd’ deinen Türkranz an!“
Wie schon in den letzten Jahren werde ich nichts im Hause haben, womit ich der Karies der Halbstarken eine Freude machen kann. Nicht weil ich den zugegebenermaßen manchmal doch freundlichen und niedlich verkleideten Kindern nichts Süßes gönne, sondern weil ich es einfach jedes Jahr aufs Neue vergesse. Sich tot zu stellen hilft da übrigens nicht. Ich habe keine Ahnung, wie sie das machen, aber sie wissen einfach, dass du zu Hause bist! OK, die Kids heutzutage sind ja nicht so. Mit zwei Euro (natürlich pro Nase) geben sie sich auch zufrieden.
Schuld an der Misere sind übrigens die Iren, denn ursprünglich wurde Halloween nur bei ihnen gefeiert. Seinerzeit noch unter dem Namen Samhain, ein vermutlich keltisch-angelsächsisches Fest zu Ehren des Totengottes Samhain.
Im 19. Jahrhundert nahmen dann irische Auswanderer dieses Fest mit in die Vereinigten Staaten und nach Kanada. Seither wird es dort unter dem Namen Halloween (abgeleitet von All Hallows’ Eve, Vorabend von Allerheiligen) immer ausgiebiger gefeiert. Große Feten, tonnenweise Kürbisse zur Dekoration und Unmengen Süßkram. Mittlerweile ist Halloween in Nordamerika populärer als Weihnachten und Ostern!
Soweit ist es in Deutschland glücklicherweise noch nicht. Dennoch stellt sich die Frage, wie wir als Christen mit Halloween umgehen sollten. Schließlich sind die Hintergründe dieses Festes nicht eindeutig geklärt und aller Wahrscheinlichkeit nach sogar okkult. Darum ist Halloween tatsächlich mit Vorsicht zu genießen.
Selbst wenn auf den Halloweenparties keine Geister beschworen oder Zauberei begonnen wird, handelt es sich definitiv um kein Fest zu Ehren Gottes.
Kindern generell alles Weltliche zu verbieten, ist sicherlich auch nicht sinnvoll. Schnell bekommen sie dann den Eindruck, dass Christen alles untersagt ist, was Spaß macht. Wichtig ist, dass sie verstehen warum Halloween problematisch ist. Sich mit Geistern und einem keltischen Totengott auseinanderzusetzen, ist eben kein harmloser Kinderspaß.
Manche Gemeinden lassen sich für ihre Jüngsten tolle Alternativen zum Halloweenfest einfallen. So feiern sie am 31. Oktober einfach den Reformationstag bzw. den Geburtstag der evangelischen Kirche. Vielleicht ist das auch eine coole Idee für deine Gemeinde! Am besten, du nimmst die Planung gleich selbst in die Hand! Mit der Hilfe von ein paar Freunden kannst du für eure Jungschar oder den Jugendkreis bestimmt einen super Abend organisieren. Ein paar Spiele, natürliche viele, viele Süßigkeiten und nette Leute. Eine angemessene Geburtstagsfeier für die evangelische Kirche!
Franziska Bigalke
P.S. Wagt es ja nicht, am 31. Oktober an meiner Wohnungstür zu klingeln! ;-)