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Rikerda MC – vom Kiffer zum stolzen Familienvater


Er trinkt, er raucht, er kifft. Sein Leben scheint ihm sinn- und wertlos. Bis Rapper Julian alias Rikerda MC Jesus begegnet...

Julian wird 1986 geboren. Die ersten Jahre führt er ein ganz normales Leben. Seine Kindheit verläuft wie die vieler anderer Kinder. Bis er zur Schule kommt. Ein wenig kleiner, dafür jedoch korpulenter gebaut als die meisten seiner Mitschüler, wird er in der Schule häufig geärgert. Kinder können eben gemein sein. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung beschließt er abzunehmen. Julian wird immer dünner, doch Anerkennung erhält er noch immer nicht.

Als Julian 17 ist, beginnt er mit dem Kiffen. Schnell findet er Freunde, und zwar solche, die ähnliche Interessen haben. Folge: Die Marihuana-Exzesse werden häufiger, schon bald wird täglich gekifft. Anfangs bekommt er dafür die Anerkennung, nach der er sich so sehr gesehnt hat. Doch nach einiger Zeit macht ihn der Stoff nur noch träge und teilnahmslos: Julian geht nicht mehr zur Schule, verbringt seine Zeit mit falschen Freunden, konsumiert und verkauft Drogen. Respekt gegenüber den Eltern kennt er nicht mehr. Wie sie sich fühlen, ist ihm egal. Manchmal kann er morgens nicht mal mehr aufstehen, ohne vorher an der Bong zu ziehen. „Das Dope habe ich durch Anlügen meiner Eltern, und durch Abzocken und Dealen finanziert“, schreibt Julian auf seiner Homepage.
In dieser Zeit fängt er an, Raptexte zu schreiben. Die ersten Texte Songs entstehen, während er völlig zugekifft ist. Die Themen darin: Sex, Gewalt und Drogen.

Gott schickt einen Engel

Mit einem Mal jedoch scheint es einen Lichtblick zu geben. „Gott sei Dank“, wie Julian selbst sagt, lernt er eine Frau kennen. Er verliebt sich Hals über Kopf. Das Leben scheint endlich wieder lebenswert.

Doch der Traum droht schon bald wieder zu zerplatzen. Nachdem er seine Freundin mal wieder zugunsten seiner Kumpel versetzt hat, will sie ihn verlassen. Julian ist verzweifelt und sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben. Mit Anlauf springt er über den Balkon.

Er landet nahezu unverletzt in der Hecke. Wieder einmal hat Gott seine Hand über ihn gehalten. Ein Wunder!

Und die Freundin? Sie bleibt bei ihm! Diese Kurzschlußreaktion hat die beiden zusammengeschweißt! Dann geht alles sehr schnell. Die Zwei ziehen zusammen, erwarten ein Baby.

Mit dem Kiffen ist nun Schluss. Aber: Die Sucht verlagert sich. Und zwar in Zigaretten, Sex und Alkohol. Von Gott wollen weder Julian noch seine Frau etwas wissen.

Die Geburt von Julians Sohn bringt nicht nur Freude, sondern auch Sorgen mit sich: Angst, etwas zu verpassen, macht sich breit. Julian trinkt immer mehr Alkohol. Das Ganze findet erst ein Ende, als er völlig betrunken einen Fahrradunfall hat und sich verletzt. Da werden die Trinkgelage seltener. Einen wirklichen Sinn im Leben sieht er aber immer noch nicht.

Auch Arbeit findet Julian keine. Zunächst hält er sich mit Aushilfsjobs über Wasser. Er bekommt dann zwar eine Ausbildungsstelle, ihm wird aber noch in der Probezeit gekündigt. Als seine Frau dann noch an Krebs erkrankt, bricht seine Welt völlig zusammen. Die psychischen Probleme und Depressionen gehen jetzt erst richtig los. Die Ärzte nennen es Depersonalisation und Derealisation, also eine Veränderung des Persönlichkeitsgefühls.

Während dieser ganzen Zeit gibt es einen Menschen, der immer wieder für Julian betet. Er erzählt: „Meine Oma ist gläubig seit ich denken kann und hat immer versucht, uns zum Glauben zu bringen, aber ich hatte da nie Interesse daran, aber sie hat nie aufgehört für uns zu beten.“ Als Julians Schwester beginnt, ihr Leben mit Jesus zu gehen, hält er sie für verrückt. Doch bei all den Tiefschlägen, die er durchmachen muss, merkt Julian bald: Er braucht genau jenen Halt, den seine Schwester und seine Großmutter schon gefunden haben, mehr als alles andere für sein Leben.

Julians Frau muss ins Krankenhaus. In dieser Zeit geht er zum ersten Mal mit in den Gottesdienst. Die Lobpreiszeit und die Predigt berühren sein Herz. Tränen fließen, als Julian plötzlich erkennt, dass er in der Vergangenheit immer wieder gegen Gottes Willen gehandelt hat. Noch im Gottesdienst geht er nach vorn zum Pastor, der für ihn betet. Julian bekehrt sich zu Jesus und übergibt ihm sein Leben. Endlich! Das Leben hat einen Sinn erhalten!

Als Julians Frau im Krankenhaus erfährt, dass viele Menschen aus der Gemeinde für sie beten, ist sie tief bewegt. Ihre Operation verläuft gut, es stellt sich heraus, dass ihr Tumor gutartig ist. So kommt Julians Frau, die muslimisch aufgewachsen ist, ebenfalls zum Glauben an Jesus Christus. Heute ist das alles etwas mehr als ein Jahr her.

Sabina ist wieder ganz gesund, doch Julian leidet bis heute unter seiner Krankheit. Allerdings: Es geht aufwärts! „Zwar habe ich immer noch mit diversen psychischen Problemen sowie auch körperlichen Beschwerden zu kämpfen aber ich vertraue auf Jesus Christus und er gibt mir jeden Tag Kraft für den Tag“, schreibt Julian. Wie bei anderen Christen, ist auch Julians Glauben immer wieder Prüfungen ausgesetzt. Doch Julian hat gelernt, dass er sich auf Gott verlassen kann, auch wenn die Tage mal nicht problemlos verlaufen.

Julians Glaube an Gott hilft ihm, mit seiner Krankheit umzugehen. Er schreibt: „Eins ist klar, ohne diese psychischen und körperlichen Beschwerden hätte ich wahrscheinlich nicht  zu Gott gefunden. Alle Wege sollen zum Besten dienen, und ich vertraue weiterhin auf Jesus Christus. Er hat einen wunderbaren Plan, mit jedem von uns.“

Gott verändert Julian

Gott hat Julian frei gemacht. Frei vom Kiffen, von den Zigaretten, vom Alkohol, von Pornografie und von gedanklichem Ehebruch. Natürlich gibt es auch heute noch Versuchungen. Aber Julian hat gelernt, auch damit umzugehen. Und er hat gelernt, dankbar zu sein für das, was er hat: seine kleine Familie.

Gott verändert nicht nur Julians Wertevorstellung, sondern sein ganzes Denken. Prioritäten haben sich geändert, Julians Welt dreht sich nicht mehr nur um ihn selbst.

Im September 2008 beginnt er wieder eine Ausbildung. Und das soll nicht die einzige gute Neuigkeit bleiben. Seine Frau und er heiraten noch im selben Monat. Was aus Julians Vergangenheit geblieben ist? Er rappt immer noch, aber heute nicht mehr zu den Themen Drogen, Sex und Gewalt, sondern er rappt über seinen Glauben, das „wirkliche Leben“, wie er sagt.

Julian ist zuversichtlich: „Ich weiß, ich bin nicht allein und Gott ist bei mir, Jesus gibt mir täglich die neue Kraft und hilft mir in dieser schweren Zeit. Stück für Stück hat Jesus mich frei gemacht von den Süchten u.s.w.! Auf jeden Fall war es die beste Entscheidung meines Lebens, Jesus mein Leben zu geben!

Wenn du mehr über Julian und seine Musik erfahren möchtest, besuch' ihn einfach auf seiner Homepage.

Hier der Link zu Julians Homepage: http://diewahrheitunddasleben.npage.de/

Franziska Bigalke

P.S. Julian rappt als Rikerda MC. Hier gibt`s einen kleinen Vorgeschmack auf seine Songs:


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