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Shelley Lubben – vom Pornostar zur Missionarin

Shelley Lubben ist in den Neunzigern eine bekannte Pornodarstellerin. Strahlend erzählt sie allen, wie sehr sie ihren Job liebt. In Wahrheit jedoch geht sie durch die Hölle. Nimmt Drogen, Alkohol, Tabletten. Psychisch und physisch schwer krank, schafft sie dennoch den Ausstieg - durch Gottes Hilfe! Zehn Jahre später wagt sie sich erneut in die Pornoszene - diesmal mit einer Mission!

Shelley wächst wohlbehütet als älteste von drei Geschwistern im Süden Kaliforniens auf. Zusammen mit ihrer Familie geht sie regelmäßig in den Gottesdienst, glaubt fest an Jesus Christus und Gottes Liebe.
Als Shelley neun Jahre alt ist, zieht die Familie um. Schlagartig ändert sich Shelleys Leben. Kein Kontakt mehr zu alten Freunden, keine Gottesdienstbesuche mehr, das familiäre Verhältnis verschlechtert sich. Und dann das: Shelley wird missbraucht - von einem Mädchen und deren minderjährigem Bruder. Zu diesem Zeitpunkt ist sie noch immer keine zehn Jahre alt.

Von diesem Zeitpunkt an geht Shelley eine sexuelle Beziehung nach der anderen ein, und zwar sowohl mit Männern als auch mit Frauen. Sie verwechselt das Gefühl, begehrt zu sein mit dem Gefühl, geliebt zu werden.

Ihr wird erst viele Jahre später klar werden, was man ihr als Kind angetan hatte.

Was folgt, sind Alkohol, Drogen und unzählige Streitigkeiten mit den Eltern, die Shelleys Lebensstil nur hilflos gegenüberstehen. Als Shelley 18 ist, werfen ihre Eltern sie zu Hause raus. Ohne Geld und ohne Perspektive landet sie im San Fernando Valley. Aus purer Verzweiflung und immer noch geschockt über den Rauswurf von zu Hause verkauft sich Shelley dort zum ersten Mal. Ihr Leben als Prostituierte beginnt.

Diese Welt, die ihr zunächst so glamourös erscheint, entpuppt sich schnell als blanker Horror. Freier verfolgen sie. Stalken sie. Einer versucht sogar, sie zu töten. Shelley arbeitet dennoch weiter im Milieu. „Ich dachte, Gott würde nicht auf mich aufpassen“, sagt sie. „Also tat ich alles, was nötig war, um zu überleben.“ schreibt Shelley in ihrer Biografie. Als Shelley ein Kind bekommt und weiterhin als Prostituierte arbeiten muss, wird sie stark drogen- und alkoholabhängig.

Acht Jahre lang jobbt Shelley als Prostituierte. Dann wechselt sie in die Pornoindustrie. „Ich verkaufte das letzte Bisschen, was von meinem Herzen, meiner Seele und meiner Weiblichkeit noch übrig war, an die Pornoindustrie. Die Frau und der Mensch in mir starben komplett am Set.“ Als Shelley sich mit Genitalherpes, einer unheilbaren Geschlechtskrankheit, infiziert, verliert sie jeden Lebensmut. Sie ist wütend auf Gott, ihre Familie und vor allem sich selbst. Zwar dreht sie von nun an keine Pornos mehr, sie kehrt aber zur Prostitution zurück.

Schließlich lernt Shelley einen Mann namens Garrett kennen. Die beiden verlieben sich ineinander! Shelley will ein neues Leben beginnen, die beiden heiraten!

Doch der Traum von einer Familie, er droht zu platzen. Und zwar als Garrett seinen Job verliert. Die kleine Familie muss noch viele Höhen und Tiefen durchleben, bis es zum entscheidenden Moment kommt: Shelley und ihr Ehemann finden zum Champions Centre, einer Kirche in Tacoma. Hier lernt Shelley, ihr Leben neu zu ordnen, und sie findet zu Gott zurück!

Als sie kurz darauf ihr zweites Kind bekommt, kann sie ihre Alkoholsucht ganz hinter sich lassen. Acht Jahre dauert es, dann ist Shelley auch von ihren manischen Depressionen, der schmerzhaften Erinnerung und von Schuldgefühlen geheilt.

Voller Dankbarkeit und mit tiefem Vertrauen auf Gott beginnt Shelley zusammen mit ihrem Mann ein neues Leben. Sie studiert Theologie und gründet die Pink Cross Foundation. Eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Pornosüchtigen und Pornodarstellern beim Ausstieg zu helfen.

Zehn Jahre nach ihrem eigenen Ausstieg aus dem Pornogeschäft kehrte Shelley zurück in die Szene. Dieses Mal als Missionarin. Sie erzählt ihre Geschichte und macht den Betroffenen Mut in ihren scheinbar ausweglosen Situationen. Auf ihrer Website und in Vorträgen, die sie weltweit hält, will sie die Menschen aufklären. Darüber, dass die Pornowelt keine glamouröse Welt ist, dass die meisten Darsteller ihren Job nicht lieben, auch wenn sie das Gegenteil behaupten, sondern dass sie ihn nur mit Hilfe von massivem Drogen- und Alkoholkonsum ertragen können.

Shelley hatte Glück. Mit Gottes Hilfe konnte sie ihre Sucht überwinden und ein neues Leben beginnen. Ein weiteres Wunder: Gott hat Shelley auch vom Genitalherpes geheilt! Und das, obwohl die nach wie vor als unheilbar gilt!

Die meisten Betroffenen haben nicht so viel Glück wie Shelley. Die Zahlen, die sie nennt, sind alarmierend:

Allein aus dem Jahr 2007 sind aus der Pornoindustrie elf Todesfälle bekannt. HIV, Mord, Suizid, Drogen. All das sind keine Ausnahmen.

Rund 97 Milliarden Dollar hat die Pornoindustrie 2006 weltweit erwirtschaftet. 64 Millionen davon allein in Deutschland. Damit ist klar: Es bleibt keine Zeit, sich um die Opfer zu kümmern. Es geht um Geschäfte machen. Und die laufen besser denn je, was auch die folgenden Zahlen zeigen

 Jede Sekunde sehen sich 28.258 Menschen Internetseiten mit pornografischen Inhalten an.

12 Prozent aller Homepages weltweit sind Homepages mit pornografischen Inhalten.

Kinderpornografie ist eines der am schnellsten wachsenden Online-Geschäfte. Waren 2004 „nur“ zirka 3.000 Internetseiten bekannt, auf denen Kindesmisshandlungen und Kindesmissbrauch gezeigt wurden, waren es 2006 schon weit über 10.000 Websites.

42 Prozent der 10-17-jährigen Internetnutzer, die befragt wurden, gaben zu, schon einmal Internetseiten mit pornografischen Inhalten besucht zu haben.

40 Millionen erwachsene US-Amerikaner sehen sich regelmäßig Internetpornos an.

Diese und viele weitere Zahlen findest du auch hier: enough.org/inside.php

Immer häufiger und immer früher werden schon Kinder und Jugendliche mit Pornografie konfrontiert. Pornosucht bei Erwachsenen ist keine Seltenheit und die Folgen sind vielen gar nicht klar. Beziehungen zerbrechen, Karrieren gehen den Bach herunter, Freundschaften werden zerstört. Die Darsteller solcher Filme spielen mit ihrem Leben.

Als „Kennerin“ der Szene geht Shelley Lubben nun mit aller Kraft dagegen an!

Franziska Bigalke

P.S. Hier kannst du noch Shelley`s ganze Geschichte lesen: http://www.shelleylubben.com/

Betroffene finden auf dieser Homepage www.loveismore.de Hilfe.

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