Ist das Sünde?
Ich seh’ im Fernsehen zurzeit ständig einen Werbespot, in dem sich zwei Nonnen unterhalten. Die beiden essen genüsslich Pudding – natürlich den, der beworben wird. Und zwischen zwei Löffeln fragt die eine auf einmal: „Ist das Sünde?“ – „Nee! Schmeckt zwar sündhaft, ist es aber nicht!“ antwortet die andere. Ich habe diesen Spot angeschaut und Sehnsucht bekommen – aber nicht nach Pudding, sondern nach einer Antwort:
Was ist eigentlich Sünde? Schon mal drüber nachgedacht?
Vielleicht das dritte Tortenstück auf Omas Geburtstagskaffeekränzchen? Oder bereits das erste? Die Tüte Chips abends vorm Fernseher? Ein Foul beim Fußball? Oder eben doch der Pudding?
Ich merke, dass ich nicht weiterkomme mit meiner Frage. Also bediene ich mich des großen Internetlexikons und gebe einfach mal dieses Wort ein: Sünde. Das Internet spuckt Einiges aus, auch einen Artikel zum Wort selbst, und darin lese ich diesen Satz hier: „Sünde bezeichnet vor allem im christlichen Verständnis den unvollkommenen Zustand des Menschen, der von Gott getrennt ist.“ (wikipedia.de)
Ein Fragment bleibt mir im Kopf hängen: „von Gott getrennt“. Und eines wird mir klar: Sünde ist ein Begriff, der in die Beziehung zwischen Gott und Mensch gehört. Diese Beziehung ist gestört. Denn die Sünde steht zwischen Mensch und Gott. Die Sünde trennt. Wir Menschen sind von Gott getrennt. Wenn ich ganz weit zurückgeh’ zur Bedeutung des Wortes Sünde, dann heißt Sünde: Ziel verfehlt!
Aber welches?
Die meisten Menschen glauben ja, dass man gut sein muss, um Gott zu gefallen. Ich glaube aber, dass es anders ist. Es geht nicht darum, gut zu sein. Es geht darum, perfekt zu sein.
Denn so hat Gott uns ursprünglich mal geschaffen. Aber wir haben dieses Ziel verfehlt – und sind schon lange sehr weit weg von Gott – getrennt eben! Wenn du wissen willst, wie und warum – ich hätte da einen Buchtipp: Die Bibel, 1. Mose 1,1-3!
Also, mein Fazit: Sünde hat nichts mit Pudding zu tun. Auch nicht mit Torte oder Fouls. Sünde hat was mit mir und Gott zu tun. Das ist eine Sache zwischen uns beiden – die Gott übrigens mit Jesus Christus geregelt hat. Aber das ist noch eine ganz andere Geschichte…