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Mein theozentrisches Weltbild


Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, um was herum sich die Welt dreht? Ich schon. Am letzten Wochenende. Das kam einfach so.

In der Schule habe ich mal gelernt, dass sich die Welt um die Sonne dreht. Ok, mit „Welt“ war damals die Erde gemeint. Die Erde dreht sich also um die Sonne. Dass das so ist, war nicht immer bekannt. Lange Zeit dachten die Menschen, die Erde sei eine Scheibe und drehe sich um sich selbst. Die Erde sei der Mittelpunkt des Weltalls, lehrte der Grieche Claudius Ptolemäus im zweiten Jahrhundert. Sogar die christlichen Kirchen übernahmen das, und sie verteidigten es entschieden.

Ein Pole namens Nikolaus Kopernikus brachte Anfang des 16. Jahrhunderts eine andere Lehre richtig zur Sprache: Die Erde drehe sich – genauso wie alle anderen Planeten – um die Sonne. Das „heliozentrische Weltbild“ wurde debattiert. Bis heute verstehen wir das Weltall so, wenn auch mit vielen wichtigen Weiterentwicklungen. Aber darauf will ich hier nicht weiter eingehen.

Viel lieber gehe ich dieser Frage hier nach: Worum dreht sich eigentlich meine Welt? Um die Sonne?

Achtung, jetzt kommt meine Lehre – das theozentrische Weltbild:

Meine Welt dreht sich um Gott! Deshalb theo-zentrisch. „Theo“ ist abgeleitet vom griechischen Wort für Gott, „zentrisch“ kommt aus dem Lateinischen und steht für „Mittelpunkt“. Wenn ich mein theozentrisches Weltbild also übersetze, kommt raus: Der Mittelpunkt meiner Welt ist Gott.

Damit ist dann auch klar: Ich soll nicht egoistisch sein. Es dreht sich im Leben nicht alles um mich! Ich finde, das sollte so sein, wenn ich mit Jesus durchs Leben gehe. Aber: Das ist nicht immer einfach, zugegeben.

Mein theozentrisches Weltbild ist für mich trotzdem mehr als trockene Theorie. Es ist die Herausforderung meines Lebens. Jeden Tag aufs Neue.


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