community log in
[tru:] young television
log in tv-empfang media über uns spenden hilfe

Kurz drüber nachgedacht: Zeit zum Beten

„Wer sich von seinen täglichen Beschäftigungen aufsaugen lässt, verlernt das Beten.“ Papst Benedikt XVI. hat am Wallfahrtsort in Lourdes, Frankreich, gepredigt und diesen Satz gesagt.  

Dazu kommt mir Manches in den Sinn. Zum Beispiel, dass Beten eine sehr natürliche Sache ist. Aber der Satz vom Papst durchdringt mehr und mehr meinen Geist – und ich denke weiter. Dem Heiligen Vater ging es wahrscheinlich gar nicht nur ums Lernen. Ums Beten lernen. Sondern um die Zeit, die wir uns meist nicht nehmen, wenn wir vom Alltag aufgesaugt werden. Zeit zum Beten.  

Eigentlich stimmt es ja. Morgens nach dem Aufstehen kann ich nicht beten, weil ich beim Augen schließen und Hände falten gleich wieder einschlafen würde. Den Tag über habe ich keine Zeit, weil ich wie die meisten Menschen einer Beschäftigung nachgehe. Nach Feierabend gibt es so viel zu tun. Und wenn ich abends im Bett liege, tja, dann gilt das gleiche wie morgens. Erkennst auch du, was der Papst meint, wenn er vom „Aufgesaugtwerden“ spricht? 

Aber mal ehrlich, ist Gebet immer Augen schließen und Hände falten? Ehrfürchtiges, rhetorisch einwandfreies und durchdachtes Gespräch mit dem Schöpfer der Welt? Ich glaube, Gebet kann viel mehr sein. Es ist mein Gespräch mit dem Schöpfer meines Lebens und meiner Welt. Da sollte ich auch mal ohne Förmlichkeit auskommen. Ohne geschliffene Vokabeln und ausgefeilte Redekunst. Einfach mein Herz ausschütten. Bei meinem Vater auf dem Schoß sitzen und plaudern. Oder auf dem Weg zum Kopierer meine Freude über den Sonnenschein bekunden.  

Mein Alltag und Gott


Der passende Buch-Tipp:
Hans Peter Royer: „Nach dem Amen bete weiter“

Für einen Christen sollte es klar sein: Das Gebet ist die Verbindung mit Gott - manche sagen sogar "das Atmen der Seele" ...
Es fällt leicht, im Gottesdienst zu singen "Ich lieb dich Herr", aber es fällt oft schwer, diese Liebe im Alltag zu praktizieren. Wie können wir lernen, mit Gott zu leben und ihn zu lieben? Mit diesem Themen beschäftigt sich Hans Peter Royer in seinem neuen Buch "Nach dem Amen bete weiter". Er erklärt, wozu Gott uns geschaffen hat und wie wir dementsprechend jeden Tag leben können. Praktische Beispiele helfen, den "Ball ins Rollen zu bringen", diese tägliche Intimität mit Gott einzuüben, bis es mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit wird. Eine lebendige Liebesbeziehung kann niemals nur auf Methoden und Prinzipien reduziert werden, doch können sie dabei helfen, unsere innere Haltung zu prägen und zu formen.


[tru:] wieder bei Facebook
Trete jetzt unserer Gruppe bei und verfolge mit, was zurzeit in der [tru:] Redaktion abgeht>>

[tru:] wieder bei Facebook
Trete jetzt unserer Gruppe bei und verfolge mit, was zurzeit in der [tru:] Redaktion abgeht>>

Leid
Wenn es einen Gott gibt, wie kann er dann so viel Leid zulassen? Dieser Artikel will Antworten geben >>