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Trotz Gegenwind: Ich bin Christ!

Ich arbeite bei [tru:]. Und ich bin Christ. Wäre ich’s nicht, würde ich wohl eher bei einem nicht-christlichen Medium arbeiten. Dass ich Christ bin, ist allerdings gar nicht so selbstverständlich. Denn erstens wuchs ich in einem nicht-christlichen Elternhaus auf, und zweitens redeten meine Bio-Lehrer so viel von Evolution, dass meine Mitschüler und mich das mit den Dinosauriern und den Fischen, die an Land gingen, total fesselte – am Ende lachten wir jeden aus, der an so etwas wie die Schöpfung glaubte. Du willst wissen, wie ich Christ geworden bin? Ich verrate es dir! Und ich sag dir auch, wie ich heute als Christ lebe!

Mit dem Christentum kam ich zunächst nur im Religionsunterricht in Kontakt. Doch ich war geprägt vom Zeitgeist: Ich konnte Gott nicht sehen, deshalb gab es ihn für mich auch nicht. Fertig, aus.

Diese Einstellung bestätigte sich noch mehr, als mir mein Bio-Lehrer in der Mittelstufe sagte, dass es nicht zwangsläufig einen Gott geben muss, damit sich unsere Herkunft erklären lässt. Die neue Antwort lautete: Evolution. Das mit den Dinos und den Fischen klang spannend erschien mir irgendwie auch logisch – was aber daran lag, dass mein Hintergrundwissen gleich Null war. Man hätte mir zu diesem Zeitpunkt erzählen können, dass der Walfisch ursprünglich eine Kuh war, die gerne schwimmen ging und irgendwann nicht mehr zurück an Land kam – ich hätt’s geglaubt.

Schöpfung? Lach!

Am Gymnasium kam’s noch schlimmer: Der Bio-Unterricht war hier ganz gezielt auf die Evolution aufgebaut. Da fingen meine Mitschüler so langsam an, alle auszulachen, die noch an so was Schöpfung glaubten. Und nicht nur das – auch ich lachte andere aus!

Eines Tages kam ein Freund zu mir und fragte, ob ich in ein Camp seiner Kirche mitkommen wollte. Es sollte in Rumänien sein, und weil meine Familie erst für Herbst Urlaub geplant hatte, ich aber gern schon eher raus wollte, fuhr ich mit in das Camp.

Versuch macht klug!
Leider war es so ein typisch christliches Camp: Jeden Morgen leierten wir irgendwelche Lieder und lasen in der Bibel. Ganz ehrlich: Mich ödete das an. Doch dann sagte unser Leiter, dass wir uns mal in die Stille begeben sollten, um dort Gott zu fragen, ob er einem etwas zu sagen hatte. So zog jeder los, ich jedoch ging einfach auf mein Zimmer. Ich setzte mich aufs Bett, schaltete meinen iPod ein. Dann jedoch bekam ich das Gefühl, dass ich es zumindest mal versuchen sollte.

Ich schloss also meine Augen und wartete ab. Da befand ich mich plötzlich auf einer Straße, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Menschen gingen an mir vorbei und ich sah einen gefährlich aussehenden Mann und ein vorbeifahrendes Polizeiauto. Dann wurde wieder alles dunkel.

Als wir Camp-Teilnehmer wieder zusammenkamen, erzählte ich ein paar von ihnen, was ich erlebt hatte. Keiner konnte sich etwas daraus zusammenreimen…

Doch jetzt kommt’s: Als wir am nächsten Tag in eine Stadt gingen, stand ich plötzlich mitten auf dieser Straße, die ich gesehen hatte. Alles lief genau so ab wie ich es gesehen hatte. Lediglich der böse Mann und das Polizeiauto blieben weg. Stattdessen war dort eine Bettlerin mit ihrem Kind.

Ich wusste nicht, was Gott damals von mir wollte, und so gab ich der Bettlerin einfach mein Lunch.Seit diesem Moment war meine Welt auf den Kopf gestellt! Alle Lehren über unsere Herkunft, die mir Lehrer und Professoren einzutrichtern versucht hatten, erwiesen sich als ungültig, ich wusste jetzt: Es gibt einen Gott! Und dieser hatte mir einen Tag zuvor die Zukunft gezeigt!

Seitdem bin ich Christ. Nicht irgendein Gottesdienst oder irgendein Evangelist hatten mich zum Glauben gebracht, sondern Gott selbst!

Alles gar nicht so einfach!
Und wie lebe ich nun so als Christ? Was hat sich in meinem Leben verändert? Ich sag dir: Ich bemühe mich jetzt, das zu leben, was Jesus lehrt. Ich möchte, dass die Menschen um mich erkennen, dass Gott in mir etwas bewegt. Ich hoffe, dass sich dann auch in ihnen etwas bewegt. Wenn mir das gelingt, finde ich, habe ich schon Großes vollbracht.

Aber ganz ehrlich: Manchmal ist das gar nicht so einfach. Das fängt schon bei meiner Familie an: Seit ich Christ bin, legt die nämlich alles auf die Goldwaage. Bin ich mal unanständig, kommen meine Lieben sofort darauf zu sprechen, dass ich als Christ doch eigentlich brav sein sollte.

Wie so viele andere hat meine Familie vergessen, was ein Christ ist. Ich versuche ihnen zu beweisen, dass Gott real ist, doch sie finden zehn bessere Gründe dafür, dass Gott nicht existieren kann. Aber lass ich mich unterkriegen? Nein, denn ich weiß: Was ich tue, ist das Richtige!


Lukas Ryser



 


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