[tru:] Film-Tipp: Freedom Writers
Regie: Richard LaGravenese
Hauptdarsteller:
Hilary Swank: Erin Gruwell
Patrick Dempsey: Scott Casey
Scott Glenn: Steve
Imelda Staunton: Margaret Campbell
April Lee Hernández: Eva Benitez
Kristin Herrera: Gloria
FSK: 12 Jahre
Erscheinungsjahr: 2007
Inhaltsangabe
Long Beach, Mitte der 90er-Jahre: Erin Gruwell tritt an der Wilson Classical High School einen Job als Englischlehrerin an. Schnell merkt sie jedoch: Die Arbeit ist nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Wie in der gesamten Stadt, so steht auch an der Schule Gewalt zwischen Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen an der Tagesordnung. Wer hier zur Schule geht, muss jederzeit damit rechnen, erschossen zu werden. Auch haben die Schüler keinerlei Zukunftsperspektiven.
Als Erin eines Tages eine rassistische Zeichnung konfisziert, fragt sie ihre Schüler erbost, ob ihnen das Wort Holocaust ein Begriff sei. Keiner antwortet. Das wiederum schockiert sie so sehr, dass sie mit ihren Schützlingen das Thema Holocaust im Unterricht durchnimmt.
Die Schüler hören interessiert zu – und sie erkennen ihr falsches Verhalten. Die Klasse wächst daraufhin zusammen, Rassenzugehörigkeit spielt keine Rolle mehr.
An einem Morgen bringt Erin jedem Schüler ein Buch mit. Ihr Vorschlag: Jeder von ihnen solle ab sofort eine Art Tagebuch führen, und am Ende würden sie das Ganze zusammen unter dem Namen Freedom Writers Diary veröffentlichen. Die Schüler sind begeistert und machen mit. Als sie gemeinsam das Tagebuch der Anne Frank lesen, sind die Schüler schließlich derart beeindruckt, dass sie jene Person einladen wollen, von welcher Anne Frank versteckt worden war: Miep Gies.
Eines hat sich jedoch nicht geändert: die Welt außerhalb des Klassenzimmers. Sie ist immer noch die gleiche. Und so leben die Schüler, die ihre Einstellung zum Positiven verändert haben, nach wie vor in verschiedenen Gebieten mit untereinander verfeindeten Gangs.
Ob die Schüler ihre Vorsätze auch außerhalb des Klassenzimmers durchsetzen können, seht ihr in dem Film, der übrigens auf einer wahren Begebenheit beruht!
Kommentar
Rassismus – wer denkt da nicht an das Dritte Reich! Leider gibt es Rassismus auch heute noch. In manchen Gegenden nimmt Rassismus sogar deutlich zu. Straßengangs gab’s gestern und gibt’s heute. Viele Menschen scheinen vergessen zu haben, was Mitte des vergangenen Jahrhunderts auf der Welt los war!
Menschen hassen sich, nur weil sie unterschiedliche Hautfarben haben. Die einen halten sich für besser als alle andere. Heutzutage gilt es unter vielen Jugendlichen als cool, einer Gang anzugehören. In so mancher Gang ist es üblich, abends loszuziehen, um jemanden zusammenzuschlagen. Wer schlägt, erlangt innerhalb der Gruppe Ruhm und Ehre.
Was ist das für ein Leben?
Ein Leben, wo man andere Menschen zwanghaft hasst, damit man sich besser fühlt. Ein Leben, wo man jemanden zusammenschlagen muss, nur um ein paar Stunden lang als Held gefeiert zu werden.
So ein Leben ist erbärmlich!
Wer so lebt, mag bei seinen Gang-Mitgliedern vorübergehend als Held gelten. Von seinen Mitmenschen wirklich geschätzt geschweige denn geliebt wird solch ein Schläger-Typ dagegen nicht. Mir tun Menschen, die gewalttätig bzw. rassistisch sind, einfach nur leid…
Wegsehen tu ich aber nicht. Das bringt nämlich nichts, denn diese Welt existiert weiter und irgendwann holt sie einen ein und dann kann man sie nicht mehr ignorieren.
Der Film zeigt eine harte Realität. Gleichzeitig zeigt er jedoch Wege auf, wie sich solchen Missständen entgegenwirken lässt. Er macht deutlich, welche Wirkung das auf das Leben der Jugendlichen hat. Indem sie den Jugendlichen wieder Hoffnung macht, bewegt Erin Gruwell viel in ihnen!
Viel Freude beim Anschauen des Films wünscht euch
euer [tru:]-Team
Hier kannst du dir noch den Trailer reinziehen: