[tru:] Film-Tipp: Walk the Line
Regie: James Mangold
Hauptdarsteller:
Joaquín Phoenix: Johnny Cash
Reese Witherspoon: June Carter
Ginnifer Goodwin: Vivian Cash
Robert Patrick: Ray Cash
FSK: 6 Jahre
Erscheinungsjahr: 2005
Inhaltsangabe
Der Film zeigt die Lebensgeschichte von Johnny Cash. Cash wächst in einer Farmer-Familie auf. Eines Tages verunglückt sein älterer Bruder tödlich. Der Vater gibt Johnny die Schuld am Tod des Sohnes, da dieser an jenem Tag mit seinem Bruder unterwegs war. Von da an ist die Beziehung zwischen Johny und seinem Vater schwer geschädigt. In dieser schweren Zeit gibt die Musik Johnny Kraft.
Als Johnny alt genug ist, wird er bei der US Air Force in Landsberg am Lech stationiert. Er kauft sich seine erste Gitarre und schreibt eigene Songs, darunter der Folsom Prison Blues.
Ein paar Jahre später lernt Johnny Cash seine zukünftige Frau Vivian Liberto kennen. Während dieser Zeit arbeitet er als Vertreter für Elektrogeräte. In seiner Freizeit macht er mit Gitarrist Luther Perkins und Bassist Marshall Grant Gospelmusik.
Eines Tages kommt Cash am Studio von Sun Records vorbei, wo er den Besitzer und Produzenten Sam Phillips kennenlernt. Wenig später dürfen er und seine Mitmusiker ihm etwas vorspielen. Nach einem Gospelsong, den Philips für nicht vermarktbar hält, spielen sie den Folsom Prison Blues. Philips bietet Cash daraufhin einen Plattenvertrag an.
Es folgen Tourneen von Johnny Cash und den Tennessee Two zusammen mit anderen Musikern, die ebenfalls bei Sun Records unter Vertrag sind. Darunter zum Beispiel Roy Orbison, Elvis Presley und Jerry Lee Lewis.
Als Johnny die geschiedene Sängerin June Carter kennenlernt, wird Vivian eifersüchtig. Als Johnny dann auch noch in El Paso beim Drogenschmuggel erwischt wird, kommt es zu einer Ehekrise und schließlich zur Trennung.
Johnny ist in June verliebt, aber wegen seiner Drogenprobleme lehnt sie es in zunehmendem Maß ab, eine Beziehung mit ihm einzugehen. Aufgrund der nicht erwiderten Gefühle droht Cash in seinen Drogen zu versinken. Es folgt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die jedoch eines Tages ein Ende findet.
Ob Johnny und June zusammenkommen und ob er sich mit seinem Vater je wieder versöhnt, sei hier nicht verraten – schaut euch den Film an!
Kommentar
Das Leben einer Legende wie Johnny Cash zu verfilmen, ist eine Sache. Das Ganze wirklich gut zu machen, eine komplett andere. Die Tatsache, dass der Film auf der Autobiografie Cashs basiert, gibt einem schon mal das Gefühl, ein wirklich authentisches Werk anzusehen, das wenig verfälscht. Und das ist wichtig.
Der Film macht deutlich, wie sehr ein Mensch seelisch leidet, wenn ihm ein geliebter Mensch etwas extrem übel nimmt. Johnny Cash flüchtet in die Welt der Drogen, weil er nicht erträgt, dass sein Vater ihm die Mitschuld am Tod seines älteren Bruders gibt. Dadurch wird sein Trauma noch größer, als es eh schon ist.
Und was den Satz „Ihre Fans sind Kirchgänger, Johnny, Christen. Die wollen nicht, dass sie für einen Haufen Mörder und Vergewaltiger spielen, um sie aufzuheitern“ betrifft, den Johnny Cash zu hören bekommt, als er in einem Knast spielen, da kann ich seiner Antwort „Tja, dann sind es keine Christen“ nur zustimmen. Jesus hat einmal gesagt, dass er gekommen ist, um die zu retten, die verloren sind. Wenn wir uns gegenüber den verlorenen Menschen verschließen und diese einfach abwerten und ignorieren, tun wir jedoch genau das Gegenteil!
Cashs Antwort indes enthält eine bemerkenswerte Wahrheit, denn er tut in dieser Situation genau das Richtige. Es gibt immer Menschen, die dir sagen: Das, was du tust, ist falsch. Johnny aber hört in diesem Moment auf sein Herz. Und das sagt ihm, dass er das Richtige tut, weil er für die Sache brennt.
In Situationen, in denen andere unsere Taten anzweifeln, sollten wir auf unser Herz hören. Das ist der Ort, wo Gott zu uns sprechen kann. Und wenn unser Herz uns sagt, dass wir das Richtige tun, dann ist es auch das Richtige – egal, was andere Menschen dazu meinen.
Eine wahre Achterbahn der Gefühle!
Viel Spaß bei dem Film wünscht euch
euer [tru:]-Team
Hier kannst du dir noch den Trailer reinziehen: